Hamburg

Hamburger Linke auf Parteitag am 10. Oktober 2026: Wachstum und Forderung nach Vergesellschaftung von Wohnraum

Bei ihrem Landesparteitag am 10. Oktober 2026 in Wandsbek meldet die Hamburger Linke organisatorische Zuwächse und beschließt die Unterstützung von Vergesellschaftungsinitiativen sowie die Umwidmung der SAGA in eine gemeinnützige Wohnungswirtschaft.

Kurzmeldung

Die Hamburger Linke hat am 10. Oktober 2026 auf einem Landesparteitag in Wandsbek einen Kurs für stärkere Eingriffe auf dem Wohnungsmarkt beschlossen und zugleich personelle Erfolge vermeldet. Der Parteitag nannte ausdrücklich die Unterstützung der Initiative „Hamburg enteignet“ und forderte die Umwandlung der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SAGA in einen gemeinnützigen Träger, um dauerhaft bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Diese Beschlüsse wurden von Delegiertenmehrheiten getragen und als Reaktion auf steigende Mieten und den Wegfall von Sozialbindungen in Zehntausenden Wohnungen begründet. (Stand: 10. Oktober 2026.)

Nach Darstellung des Landesverbandes und der Berichterstattung des Norddeutschen Rundfunks wächst die Partei in Umfragen und will diesen Zuwachs nutzen, um Druck auf den rot-grünen Senat auszuüben. Die Hamburger Linke betonte, Vergesellschaftung verstehe sie nicht als pauschale Enteignung einzelner Mieterinnen und Mieter, sondern als staatlich geregelte Überführung profitorientierter Bestände in öffentlich bzw. gemeinwohlorientierte Trägerschaften mit entschädigungsrechtlichen Regelungen. Die Forderung entspricht langjährigen programmatischen Positionen der Partei; landes- und bundesweite Beschlüsse der Linken belegen die Verankerung von Vergesellschaftungszielen in ihren Forderungskatalogen.

Politisch zielt der Beschluss auf zwei Ebenen: kurzfristig auf Schutz für Mieterinnen und Mieter in Stadtteilen mit hoher Verdrängungsdynamik, langfristig auf den Ausbau öffentlicher Bau- und Trägermöglichkeiten. Als konkrete Institution wurde die SAGA genannt; die Linke verlangt deren Rückführung in eine gemeinnützige Struktur mit klaren Zweckbindungsregeln zugunsten sozialer Belegungen. Der Vorschlag trifft auf rechtliche und finanzielle Fragen: Verfassungsrechtliche Vorgaben zum Eigentumsschutz und mögliche Entschädigungsregelungen sind Voraussetzung für jede großflächige Vergesellschaftung. Auch die Finanzierung zusätzlicher Neubauten und die organisatorische Umgestaltung städtischer Wohnungswirtschaft bleiben offen.

Ausblick: Die Beschlüsse dürften die Debatte in Hamburg verschärfen, weil sie den Haushalts- und Eigentumsdiskurs berühren. Rechtswissenschaftliche Prüfungen, Senatsantworten und mögliche Initiativen zivilgesellschaftlicher Akteure werden zeigen, ob die Beschlüsse über symbolische Politik hinaus in realpolitische Maßnahmen münden. Die Hamburger Linke will nach eigenen Angaben die nächsten Monate nutzen, um Verbündete zu organisieren und rechtliche Rahmenbedingungen zu konkretisieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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