Die Landeshauptstadt Hannover lässt am Sonntag, 4. Oktober 2026, den Stadtteil Misburg-Nord großräumig räumen. Auslöser sind zwei bei Sondierungen festgestellte Verdachtspunkte auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Bereich der geplanten Quartiersentwicklung Steinbruchsfeld-Ost. Die Stadt und die Feuerwehr Hannover beziffern den Sicherheitsradius auf 1.000 Meter. Betroffen sind nach Behördenangaben rund 17.500 Menschen.
Die Evakuierung beginnt am Sonntag um 9 Uhr. Die Stadt ruft Betroffene auf, Ausweisdokumente, notwendige Medikamente und wesentliche persönliche Gegenstände mitzunehmen. Für Personen, die während der Maßnahme eine Anlaufstelle benötigen, richtet Hannover eine Betreuungsstelle in der Integrierten Gesamtschule Roderbruch, Rotekreuzstraße 23, 30627 Hannover, ein. Wer nicht selbstständig ausreisen kann, soll sich an die städtischen Hotlines wenden oder Hilfsangebote vor Ort nutzen.
Die Maßnahme erfolgt in Abstimmung mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen. Nach Abschluss der Evakuierung beginnen die Fachleute mit der weiteren Sondierung und, falls bestätigt, mit der Entschärfung. Die Dauer hängt vom Befund ab – insbesondere von Lage, Tiefe, Zustand und möglicher Zündtechnik. Die Behörden kündigen Straßensperrungen und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr im Umfeld an. Zufahrten in den Gefahrenbereich werden gesperrt, bis der Bereich wieder freigegeben ist.
Konkrete Zeitpunkte für die Rückkehr in die Wohnungen nennt die Stadt nicht. Sie rechnet nach derzeitigem Stand mit einer Freigabe im Laufe des Abends, weist jedoch darauf hin, dass die Entscheidung von der Lage vor Ort abhängt. Meldungen und Anweisungen der Einsatzkräfte haben Vorrang; sie sind als behördliche Entscheidungen zu beachten. Der Einsatz dient der Gefahrenabwehr, es liegt nach derzeitigem Kenntnisstand kein akuter Explosionsvorfall vor.
Hannover kündigt an, die betroffenen Straßenzüge und Einrichtungen fortlaufend zu informieren. Eine Übersicht des Evakuierungsbereichs stellt die Stadt bereit. Ergänzende Hinweise zu Anfahrt, Shuttles und Unterstützungsangeboten sollen über die Pressestellen und städtische Informationskanäle folgen. Die Anordnung steht im Zusammenhang mit der Planung des Bauvorhabens Steinbruchsfeld-Ost, für das vorbereitende Prüfungen im Untergrund laufen.
Zusammengefasst gilt: Misburg-Nord wird am 4. Oktober 2026 ab 9 Uhr evakuiert, der Schutzbereich beträgt 1.000 Meter, betroffen sind rund 17.500 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Betreuungsstelle befindet sich in der Integrierten Gesamtschule Roderbruch, Rotekreuzstraße 23. Weitere Entscheidungen treffen vor Ort die Einsatzleitung und der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).