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Harrislee: Einsatzkräfte üben Stromausfall nach Angriff auf Energieknotenpunkt

In Harrislee hat der Katastrophenschutz am 24. Oktober 2026 an der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein den Ausfall eines Energieknotenpunkts nach einem vorsätzlichen Angriff geprobt. Ziel war das abgestimmte Vorgehen von Feuerwehren, Technischem Hilfswerk, Rettungsdiensten, Kreisbehörden und…

Am 24. Oktober 2026 haben Einsatzkräfte in Harrislee eine groß angelegte Katastrophenschutzübung zum Szenario eines gezielten Angriffs auf die Strominfrastruktur durchgeführt. Auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein simulierte die Übung Kilowatt einen länger andauernden Stromausfall, der Haushalte, kritische Einrichtungen und Teile der kommunalen Infrastruktur betraf. Beteiligt waren unter anderem Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Rettungsdienste, Kreisbehörden sowie private Netzbetreiber aus dem nördlichen Schleswig-Holstein, darunter auch Kräfte aus Dithmarschen.

Zentrales Ziel war es, Führungs- und Meldewege unter erschwerten Bedingungen zu erproben und das abgestimmte Arbeiten der Organisationen zu prüfen. Dazu gehörten der Aufbau von Führungsstrukturen, die Erprobung von Notstromkonzepten, die Priorisierung besonders schutzbedürftiger Einrichtungen wie Pflegeheime oder kommunale Wasserwerke sowie die Sicherstellung der Logistik. Ein Schwerpunkt lag auf der Koordination von Netzersatzanlagen und der durchgängigen Treibstoffversorgung für Aggregate und Einsatzfahrzeuge. Parallel wurde trainiert, wie Warn- und Informationsmaßnahmen für die Bevölkerung bei eingeschränkter Kommunikation organisiert werden können.

Die Übungsleitung betonte, dass Vorfälle und Sabotageakte gegen Energieanlagen in Deutschland die Relevanz solcher Lagen trainierbarer gemacht haben. Der Ansatz in Harrislee zielte darauf, bewährte Abläufe zu bestätigen und zugleich Lücken in Verfahren, Material und Zusammenarbeit zu erkennen. Dazu wurden etwa die Einbindung von Netzbetreibern in die behördliche Lageführung, die Redundanz in der Kommunikation und die Absicherung von Einsatzstellen gegen Störungen unter realitätsnahen Bedingungen geprobt.

Nach Angaben der Verantwortlichen handelte es sich um eine geplante Trainingslage, nicht um ein reales Schadensereignis. Beobachtungen und Bewertungen aus der Übung werden dokumentiert und in die Aus- und Fortbildung der beteiligten Kräfte sowie in regionale Notfall- und Alarmpläne überführt. Konkrete Maßnahmenkataloge wollen die Behörden nach Auswertung der Nachbesprechungen ableiten.

Die Übung Kilowatt knüpft an landes- und bundesweite Bestrebungen an, die Resilienz kritischer Infrastruktur zu stärken. Im Fokus stehen dabei die Führungsfähigkeit bei Ausfällen der Kommunikation, die gesicherte Energieversorgung für Kliniken, Pflegeeinrichtungen und Leitstellen sowie die engere Verzahnung zwischen Einsatzorganisationen, kommunalen Verwaltungen und Netzbetreibern. Harrislee dient der Landesfeuerwehrschule Schleswig-Holstein als zentraler Standort, um solche komplexen Lagen realitätsnah zu trainieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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