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Harzwasserwerke warnen vor Betreten leerer Talsperren im Harz

Wegen stark gesunkener Wasserstände raten die Harzwasserwerke dringend davon ab, freigelegte Uferflächen der Harzer Talsperren zu betreten. Die Trinkwasserversorgung ist nach Angaben des Unternehmens gesichert.

Die Harzwasserwerke haben am 23. Oktober 2026 dringend davor gewarnt, freigelegte Bereiche ihrer Talsperren zu betreten. Ausflüge auf den sichtbar gewordenen Seeboden seien gefährlich, weil der Untergrund unvermittelt nachgeben könne, teilte das Unternehmen mit. Wege- und Betretungsverbote an den Anlagen seien zu beachten; Betriebsflächen blieben aus Sicherheitsgründen tabu.

Hintergrund sind anhaltende Niederschlagsdefizite und deutlich gesunkene Wasserstände in den Harzer Speicherbecken. Nach Unternehmensangaben liegen die Füllstände der Trinkwassertalsperren derzeit bei rund 45 Prozent; für diese Jahreszeit wären üblicherweise etwa 67 Prozent erreicht. Besonders sichtbar ist die Lage an der Okertalsperre, wo infolge des Niedrigwassers Teile des einst überstauten Dorfes Schulenberg wieder hervorgetreten sind. Die Harzwasserwerke betonen zugleich, die Trinkwasserversorgung sei gesichert; man beobachte die Lage fortlaufend und passe die Wasserbewirtschaftung in Abstimmung mit den Behörden an.

Die Gefahren an leeren oder nahezu leeren Stauräumen sind physikalisch erklärbar: Freigelegte Uferzonen bestehen häufig aus feinkörnigem Material und Schlick, das unter Last wegsacken kann. Hinzu kommen Erosionsrinnen, Verwerfungen und freiliegende technische Strukturen, die von außen nicht erkennbar sind. Bereits geringer Fußverkehr kann ausreichen, um instabile Sedimente zu mobilisieren. Die Betreiber verweisen daher auf die klare Trennung zwischen Besucherbereichen und Betriebsflächen sowie auf Beschilderungen rund um die Talsperren.

Nach Angaben regionaler Medien haben die jüngsten Wasserstandsverluste auch Folgen für die Wasserwirtschaft im Umland. Kurzfristig könne es Einschränkungen bei der Wasserabgabe in Flüsse und bei der energetischen Nutzung geben. Eine akute Versorgungskrise sehen die Harzwasserwerke derzeit nicht; entscheidend für die Entwicklung in den kommenden Monaten seien jedoch ergiebige Niederschläge im Herbst und Winter. Ein nachhaltiger Auffüllungstrend erfordere länger anhaltende überdurchschnittliche Regen- oder Schneefälle.

Für Besucherinnen und Besucher gilt laut Betreiber, ausgewiesene Wege nicht zu verlassen, Absperrungen zu respektieren und insbesondere freigelegte Flächen in den Stauraumzonen nicht zu betreten. Die Hinweise stützen sich auf die aktuelle Presseinformation der Harzwasserwerke sowie Berichte regionaler Redaktionen vom 22. und 23. Oktober 2026. Die Behörden in Niedersachsen sind über die Lage informiert; weitere Bewertungen folgen je nach Wetterlage und hydrologischer Entwicklung im Harz.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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