In Gera startet heute das zehntägige Jubiläum der Häselburg mit einem zweitägigen Programm. Das Kulturhaus an der Burgstraße 12 öffnet am Samstag, 12. September, ab 15 Uhr, am Sonntag ist von 10 bis 17 Uhr ein offenes Haus angekündigt. Geplant sind Ausstellungen, Führungen, Gespräche und ein offizieller Festakt. Der zweite Tag fällt mit dem Tag des offenen Denkmals zusammen.
Zum Programm zählt die Ausstellung "Ignacio Uriarte. Nach allen Regeln der Kunst" in der Neuen Galerie für zeitgenössische Kunst, außerdem Rundgänge durch das Gebäude, Podien zur Zukunft des Hauses und Präsentationen im Alten Wannenbad. Für Sonntag sind offene Werkstätten und Mitmachangebote für Kinder vorgesehen. Laut Veranstaltern soll das Wochenende sowohl Bilanz einer Dekade als auch Auftakt für die nächste Arbeitsphase sein.
Die Häselburg war ab 2016 aus einem leerstehenden Schulgebäude entwickelt worden. Träger und Initiativen setzen auf ein Modell, das bürgerschaftliches Engagement, künstlerische Residenzen und lokale Netzwerke betont. Nach Angaben des Hauses werden zahlreiche Partner eingebunden, darunter die Kunstschule Gera. Öffentliche Unterstützung kam in den vergangenen Jahren vom Land Thüringen sowie aus bundesweiten Förderprogrammen. Genannt werden außerdem Beiträge der Stadt Gera. Ein einzelner Großinvestor spielte nach Darstellung der Verantwortlichen keine Rolle.
Das Haus erhielt in der zurückliegenden Dekade wiederholt Anerkennungen. 2023 war es Teil der Internationalen Bauausstellung Thüringen. Seit 2024 wird die Arbeit der Häselburg als "Kultureller Knotenpunkt" gefördert. 2025 kamen weitere Förderzusagen hinzu, unter anderem durch Programme der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung des Freistaats Thüringen. Die Träger sehen darin eine Absicherung des Betriebs, die die eigenverantwortliche Programmarbeit aus ihrer Sicht nicht grundsätzlich verändert.
Stadt- und kulturpolitisch gilt die Häselburg als Beispiel für quartiersnahe Kulturarbeit mit dauerhaftem Publikumskontakt. Der Betrieb verbindet Ausstellungen, Bildungsangebote und offene Formate, ergänzt um temporäre Residenzen. Im Mittelpunkt der anstehenden Gespräche stehen nach Veranstalterangaben Fragen der künftigen Infrastruktur, der Professionalisierung in Betrieb und Vermittlung sowie der weiteren Vernetzung mit Förderinstitutionen. Die Veranstalter betonen den langfristigen Charakter dieser Aufgaben und kündigen hierzu weitere öffentliche Formate im laufenden Jahr an.
Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).