Kurzmeldung
Zwei Männer sind am Sonntagabend in Heidelberg–Bergheim in einem leerstehenden Bürogebäude durch eine Lichtkuppel rund vier Meter tief in einen darunterliegenden Schacht gestürzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mannheim ereignete sich der Vorfall am 4. Oktober 2026 gegen 21 Uhr in der Alten Eppelheimer Straße. Die Männer im Alter von 37 und 39 Jahren hatten demnach das Gebäude unbefugt betreten und sich auf eine Kunststoffabdeckung auf dem Flachdach gesetzt. Diese Lichtkuppel gab unter dem Gewicht nach, beide fielen auf den Betonboden eines tieferliegenden Geschosses.
Die Schwerverletzten konnten sich nach dem Sturz noch in ein nahegelegenes Treppenhaus begeben und selbst die Rettungsleitstelle verständigen. Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten sie aus dem Gebäude und brachten sie in ein Krankenhaus. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte bestand nach der Erstversorgung keine akute Lebensgefahr.
Die Polizei ermittelt wegen Hausfriedensbruchs. Welche weiteren Straftatbestände oder Ordnungswidrigkeiten in Betracht kommen, ist offen. Nähere Umstände des Betretens, der genaue Unfallhergang sowie Art und Umfang der Verletzungen sind Gegenstand laufender Ermittlungen und medizinischer Abklärung. Zuständig ist das Polizeirevier Heidelberg-Mitte.
Das betroffene Objekt befindet sich nach Polizeiangaben im Rückbau. Auf solchen Baustellen oder in leerstehenden Gebäuden können ungesicherte Bereiche wie Lichtkuppeln, Schächte oder Öffnungen bestehen, die ein erhebliches Unfallrisiko darstellen. Ob und in welchem Umfang am Gebäude zusätzliche Sicherungsmaßnahmen erforderlich sind, liegt in der Verantwortung der Eigentümerseite und der zuständigen Bau- und Ordnungsbehörden. Hinweise auf Dritte, die den Zustand der Abdeckung beeinflusst haben könnten, lagen der Polizei am Montag nicht vor.
Der bisherige Sachstand beruht auf den Mitteilungen des Polizeipräsidiums Mannheim vom 5. Oktober 2026. Weitere Angaben zu den Verletzten, zu möglichen Anzeigen gegen Verantwortliche für die Baustellensicherung oder zu zivilrechtlichen Konsequenzen sind derzeit nicht verfügbar. Sobald neue, belastbare Erkenntnisse vorliegen, will die Polizei nach eigenen Angaben informieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).