Zum Start der Heizsaison berichtet MDR am 14. Oktober 2026, dass viele Haushalte in Deutschland aus Kostengründen zurückhaltender heizen. Fachstellen betonen zugleich: Mit moderaten Temperaturen, gezieltem Lüften und Kontrolle der Luftfeuchte lassen sich Heizkosten senken, ohne das Schimmelrisiko zu erhöhen.
Das Umweltbundesamt empfiehlt, Wohnräume in der Heizperiode in der Regel auf etwa 20 Grad Celsius zu temperieren und Schlafzimmer bei 16 bis 18 Grad zu halten. Dauerhafte Raumtemperaturen unter 16 Grad gelten als problematisch, weil an kalten Flächen Feuchtigkeit kondensieren kann. Als Orientierungswert für gesundes Raumklima nennen Fachleute eine relative Luftfeuchte von etwa 40 bis 60 Prozent.
Die Verbraucherzentrale rät zu mehrmaligem Stoß- und Querlüften täglich, insbesondere nach dem Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen. Gekippte Fenster über längere Zeit kühlen Bauteile aus und erhöhen den Energieverbrauch, ohne die feuchte Luft wirksam auszutauschen. Ein einfaches Thermohygrometer hilft, Temperatur und Luftfeuchte im Blick zu behalten und Lüftungszeiten anzupassen.
Technische Kleinigkeiten können zusätzlich sparen: korrekt eingestellte und funktionierende Thermostatventile, entlüftete Heizkörper sowie dichte Fenster- und Türdichtungen. Nachts geschlossene Rollläden oder Vorhänge verringern Wärmeverluste an der Gebäudehülle. Nach Angaben von Energieberatungen senkt eine Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad den Heizenergiebedarf im Mittel um rund sechs Prozent – ohne die Mindesttemperaturen zu unterschreiten.
Sozialverbände und Mieterorganisationen verweisen darauf, dass steigende Kosten einkommensschwache Haushalte besonders belasten. Der Deutsche Mieterbund wirbt für frühzeitige Beratung bei auffälligen Feuchte- oder Schimmelflecken und erinnert an die Pflicht beider Seiten: Mieterinnen und Mieter sollen angemessen lüften und heizen, Vermieterinnen und Vermieter bauliche Mängel beheben. Informationsangebote von Verbraucherorganisationen und Behörden bündeln Hinweise zum richtigen Heizen und Lüften sowie zu Fördermöglichkeiten für Effizienzmaßnahmen.
Fazit der Fachstellen: Wer Heizkosten senken will, sollte nicht allein die Thermostate weit herunterdrehen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus ausreichender Grundtemperatur, kurzzeitig intensivem Lüften und Kontrolle der Luftfeuchte, ergänzt um einfache technische Verbesserungen. So bleiben Räume behaglich, die Bausubstanz geschützt und das Schimmelrisiko niedrig – trotz anhaltend hoher Energiepreise zu Beginn der Heizperiode 2026.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).