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Helgoland: Kabelarbeiten verschoben – geplanter Netzausfall entfällt

Starker Wellengang hat die Arbeiten am Seekabel bei St. Peter-Ording verhindert. SH Netz sagt den für Donnerstag geplanten Netzausfall auf Helgoland ab.

Die für den 17. September 2026 geplanten Arbeiten am Anschluss des Seekabels nach Helgoland sind am Donnerstag wegen starker Brandung vor St. Peter-Ording abgesagt worden. Der Netzbetreiber SH Netz bestätigte, dass damit der angekündigte mehrstündige Ausfall von Strom vom Festland, Festnetztelefonie, Internet und Teilen des Mobilfunks nicht stattfand.

Kern der Maßnahme war die Verlegung der sogenannten Muffe, also des Übergangs zwischen Seekabel und Erdkabel am Strand des Festlands. Laut SH Netz sind an der bisherigen Anschlussstelle wiederholt Freispülungen aufgetreten, die die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Der Betreiber hatte in einer Mitteilung vom 28. August 2026 eine Verlängerung des Kabels um rund 700 Meter landeinwärts angekündigt und für die Arbeiten eine Unterbrechung von etwa zehn Stunden veranschlagt.

Zur Vorsorge war vorgesehen, Helgoland während der Trennung vom Festland über Dieselaggregate mit Strom zu versorgen. Banken und einige Betriebe hatten wegen erwarteter Störungen im Zahlungsverkehr auf Einschränkungen hingewiesen. Nach der Absage wurde die Insel am Donnerstagmittag wieder an das Seekabel angeschaltet; die Dieselaggregate wurden nach Angaben des NDR abgeschaltet, als die Wetterlage dies zuließ. Notrufsysteme sollten nach Angaben von SH Netz während des Eingriffs erreichbar bleiben; durch die Absage blieb die reguläre Erreichbarkeit bestehen.

Die Verschiebung unterstreicht die Anfälligkeit technischer Infrastrukturen in der dynamischen Küstenzone der Nordsee. Verlagerte Priele und veränderte Strandprofile setzen angeschlossene Bauwerke wiederholt der Brandung aus. SH Netz prüft nun einen Ersatztermin; offen ist, ob die Verlegung noch im Herbst 2026 oder erst im Frühjahr 2027 stattfinden kann. Die Entscheidung hängt von geeigneten Wetter- und Wasserstandsfenstern an der Küste ab.

Für die Gemeinde Helgoland bedeutet der Aufschub zusätzlichen Planungsaufwand. Touristische Anbieter und Dienstleister müssen weiterhin mit einem kurzfristig neu angesetzten Arbeitstermin rechnen und entsprechende Notfallabläufe bereithalten. Die Tagesschau und der NDR berichteten am Donnerstag über die Absage und die Rückschaltung der Versorgung.

Zuständig für das Projekt ist SH Netz als regionaler Verteilnetzbetreiber. Ziel der Maßnahme bleibt, die Anschlussstelle dauerhaft gegen Freispülungen zu sichern und so die Versorgung von Helgoland stabiler zu machen. Ein neuer Termin wird nach Betreiberangaben angekündigt, sobald ein belastbares Wetterfenster vor St. Peter-Ording absehbar ist.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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