Zum astronomischen Herbstbeginn am 23. September 2026 deuten aktuelle saisonale Vorhersagen auf einen in Deutschland überwiegend zu warmen Herbst mit regional anhaltender Trockenheit hin. Der Nachrichtenanlass sind neue Einschätzungen internationaler und nationaler Wetterdienste nach dem außergewöhnlich heißen Sommer 2026.
Der Copernicus Climate Change Service sieht für die kommenden Monate eine erhöhte Wahrscheinlichkeit positiver Temperaturanomalien in großen Teilen Europas, einschließlich Deutschland. Die Signale betreffen sowohl die saisonalen Mittelwerte als auch die Häufung weiterer warmer Episoden. Solche Aussagen sind probabilistisch: Sie beschreiben Wahrscheinlichkeiten, keine ortsscharfen Tagesprognosen.
Der Deutsche Wetterdienst berichtet nach dem Rekordsommer von fortbestehenden Abweichungen gegenüber den langjährigen Mittelwerten. In den saisonalen Einschätzungen zeigen sich anhaltende Risiken für Niederschlagsdefizite, besonders in Süddeutschland und Teilen der Mitte. Kurzfristige Modellläufe lassen erkennen, dass die Niederschläge der ersten Herbstwochen die bestehenden Defizite in einigen Regionen voraussichtlich nicht vollständig ausgleichen. Gleichzeitig bleiben, je nach Großwetterlage, einzelne markante Regenereignisse und Sturmphasen möglich.
Forschungsstellen der Europäischen Kommission weisen ergänzend auf Folgen der vorangegangenen Dürre hin. Das Joint Research Centre meldete bereits im Spätsommer ungewöhnlich niedrige Flusspegel in mehreren europäischen Einzugsgebieten und verwies auf Belastungen für Landwirtschaft und Wasserwirtschaft. Diese hydrologischen Engpässe können im Herbst fortbestehen, falls die Niederschläge räumlich und zeitlich ungleich ausfallen.
Für Verwaltungen und Unternehmen bedeutet die Lage: Wasserstände, Bodenfeuchte und Reserven sollten engmaschig überwacht werden, um auf lokal begrenzte Engpässe reagieren zu können. Für die Bevölkerung bleiben Risiken durch trockene Böden, Waldbrandgefahr an regenarmen Tagen sowie durch mögliche Herbststürme bestehen. Konkrete Maßnahmen richten sich nach den örtlichen Verhältnissen; verlässliche Standortprognosen liefern die täglichen Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes.
Saisonale Klimavorhersagen geben Wahrscheinlichkeiten und Tendenzen an. Sie sind am zuverlässigsten für großräumige Mittelwerte und schwächer für einzelne Landkreise oder Tage. Der aktuelle Stand spricht für einen zu warmen Herbst 2026 in Deutschland mit regional fortgesetzter Trockenheit, während markante Wetterereignisse im Wochenabstand weiterhin möglich bleiben. Die Einschätzungen werden mit fortschreitender Jahreszeit regelmäßig aktualisiert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).