Hirschberg im Saale-Orla-Kreis hat sein Hirsch-Wahrzeichen am Lohbergfelsen neu gefasst: Die zuvor pink beschmierte Figur wurde nach Angaben der Stadtverwaltung in Rubinrot überlackiert. Der Schritt erfolgte Mitte Oktober und soll den zuvor angerichteten Schaden provisorisch verdecken, die Oberfläche schützen und zugleich ein sichtbares Signal gegen Vandalismus setzen.
Anfang September hatten Unbekannte die weithin sichtbare Figur in auffälligem Pink besprüht. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen Sachbeschädigung ein. Über Täter, Tatzeit und Schadenshöhe machten die Behörden bislang keine Angaben. Laut Stadtverwaltung wurden die Spuren gesichert und der Bereich am Fuß des Felsens kontrolliert. Die identitätsstiftende Hirschfigur ist Teil des touristischen Erscheinungsbildes von Hirschberg; die Kommune sprach nach dem Vorfall von klarer Ablehnung solcher Eingriffe in das Ortsbild.
Mit der nun gewählten Rubinrot-Lackierung reagiert die Stadt nach eigener Darstellung auf zwei Anforderungen: Zum einen lasse sich die grelle Vandalismusfarbe kurzfristig nicht schonend entfernen, ohne das Material weiter zu gefährden. Zum anderen solle die Figur wieder ein geschlossenes Erscheinungsbild erhalten, bis ein fachgerechtes Restaurierungskonzept vorliegt. Die Stadtverwaltung kündigte an, die weitere Vorgehensweise mit Restaurierungsfachleuten abzustimmen und Finanzierungsmöglichkeiten zu prüfen. Konkrete Kostenschätzungen wurden nicht genannt.
Die Polizei Saale-Orla führt die Ermittlungen fort und bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Nach bisherigen Berichten wurde die Ersttat vermutlich in den Nachtstunden begangen. Beobachtungen rund um den Lohbergfelsen und Zuwegungen könnten für die Auswertung relevant sein. Ob der neue Anstrich Rückschlüsse auf die ursprüngliche Beschichtung erschwert, ließ die Stadt offen; dokumentarische Fotos und Proben seien unmittelbar nach Bekanntwerden der Schmiererei angefertigt worden.
Die Entscheidung für eine Zwischenlösung ist in kleineren Kommunen nicht ungewöhnlich: Vandalismusschäden an exponierten Objekten erzeugen kurzfristig Handlungsdruck, während materialschonende Wiederherstellungen häufig Voruntersuchungen, Angebote und eine gesicherte Finanzierung erfordern. In Hirschberg verweist die Stadtverwaltung darauf, dass Anzeige, Dokumentation und die öffentliche Kommunikation über den Vorgang Teil der Präventionsstrategie sind. Ziel sei es, das Wahrzeichen am Lohbergfelsen am Schloss Hirschberg dauerhaft zu erhalten, ohne weitere Schäden am Untergrund zu riskieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).