Hof Moorhörn in Passade (Kreis Plön) ist „Hofladen des Jahres 2026“. Die Auszeichnung der Fachmedien HOFdirekt und top agrar wurde am 27. Oktober bekannt gegeben. Nach Angaben der Veranstalter setzte sich der Familienbetrieb von Gaby Klindt und Hauke Klindt gegen mehr als 130 Bewerbungen aus dem deutschsprachigen Raum durch.
Die Jury hob hervor, dass Hof Moorhörn sein Profil konsequent auf Beeren ausgerichtet hat und damit in der Direktvermarktung klar wiedererkennbar ist. Vermarktet werden Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Jostabeeren – als Frischware, veredelt sowie als gefriergetrocknete Produkte. Ergänzend bietet der Betrieb ein Hofcafé und erlebnisorientierte Elemente im Laden an, die Kundinnen und Kunden stärker an den Standort binden. Konkrete wirtschaftliche Effekte der Auszeichnung – etwa Umsatzsteigerungen oder zusätzliche Stellen – wurden von den Veranstaltern nicht beziffert.
Der Wettbewerb „Hofladen des Jahres“ richtet sich an Hofläden, Hofcafés und andere Direktvermarkter und wird jährlich von HOFdirekt und top agrar organisiert. Er will praxisnahe Konzepte für Wertschöpfung, Sortiment und Kundenansprache sichtbar machen. Für Schleswig-Holstein ist der Gesamtsieg ein Novum. Die Veranstalter sprechen in diesem Jahr von besonders vielen Einreichungen, was den Trend zur Direktvermarktung unterstreiche. Aussagen zu langfristigen Marktentwicklungen bleiben dabei Einschätzungen der Branche und sind keine belastbaren Prognosen.
Der prämiierte Betrieb verbindet Anbau und Verarbeitung mit einer klaren Regionalpositionierung. In Schleswig-Holstein unterstützen Beratungs- und Netzwerkangebote wie Gutes vom Hof.SH Produzenten bei Sortenwahl, Vermarktung und Förderfragen – ein Rahmen, den die Jury als förderlich für erfolgreiche Direktvermarktung bewertet. Ausdrücklich gewürdigt wurde zudem die stimmige Präsentation im Laden und die Verbindung von Produktqualität und Erlebnis vor Ort.
Die Bekanntgabe des Ergebnisses erfolgte am Abend des 27. Oktober; erste Berichte erschienen am 28. Oktober 2026. Der Preis versteht sich als Würdigung eines bestehenden Konzepts. Weitergehende Pläne des Hofes – etwa Erweiterungen im Sortiment oder im Cafébetrieb – wurden im Rahmen der Auszeichnung nicht veröffentlicht.
Mit dem Titel erhält Hof Moorhörn eine überregionale Sichtbarkeit in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Markt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher bleibt entscheidend, dass das Profil des Betriebs – Beeren aus Schleswig-Holstein, kurze Wege, nachvollziehbare Herkunft – im Laden und im Café erlebbar ist. Aussagen über Effekte außerhalb des Betriebs, etwa auf regionale Preise oder Erntemengen, lassen sich aus der Auszeichnung nicht ableiten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).