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Hunderte demonstrieren in Leipzig gegen Rüstungsfirma Covenant

Rund 400 Menschen protestierten in Leipzig gegen die Ansiedlung von Covenant und forderten einen Stopp geplanter Raketenproduktion.

In Leipzig haben am Samstag, 24. Oktober 2026, nach Polizeiangaben etwa 400 Menschen gegen die Ansiedlung des US-Rüstungsunternehmens Covenant demonstriert. Der Protestzug startete am Augustusplatz, führte durch die Innenstadt und endete am Markt. Trotz Regens blieb die Lage laut Leipziger Polizei weitgehend ruhig; es wurden keine größeren Störungen gemeldet.

Die Versammlung stand unter dem Motto „Keine Raketenfabrik in Leipzig“. Rednerinnen und Redner forderten einen sofortigen Stopp der geplanten Produktion weitreichender Raketen und sprachen sich für eine kommunale Volksabstimmung über die Ansiedlung aus. Kritisiert wurden die Entscheidung der Stadt Leipzig sowie die Genehmigungs- und Sicherheitsprüfungen auf Landes- und Bundesebene. Die Organisatoren warnten vor sicherheitspolitischen Risiken für die Region und vor wirtschaftlichen Abhängigkeiten in Rüstungs-Lieferketten.

Auslöser der Proteste ist die Anfang Oktober erfolgte Inbetriebnahme einer Produktionshalle von Covenant in Leipzig. Das Unternehmen hatte zuvor angekündigt, die Fertigung in den kommenden Monaten schrittweise auszubauen. Gegnerinnen und Gegner befürchten eine Ausweitung der Rüstungsproduktion und verlangen von der Stadt Leipzig und der Sächsischen Landesregierung, mögliche rechtliche und politische Spielräume zu prüfen.

Die Leipziger Polizei hatte im Vorfeld mit Verkehrseinschränkungen gerechnet und den Einsatz an die Route angepasst. Nach Behördenangaben verliefen An- und Abreise der Teilnehmenden geordnet. Zur Zahl der beteiligten Gruppen machten die Einsatzkräfte keine detaillierten Angaben. Eine zusätzliche Bewertung der Demonstrationslage durch Sicherheitsbehörden lag am Samstag nicht öffentlich vor.

Politisch berührt der Streit mehrere Ebenen: Kommunale Planungs- und Bauverfahren, landesrechtliche Vorgaben zur Gefahrenabwehr und bundesrechtliche Regelungen etwa zur Rüstungsexportkontrolle greifen ineinander. Vertreter der Stadt Leipzig verwiesen in den vergangenen Wochen auf die bestehenden Rechtsrahmen und Zuständigkeiten. Konkrete neue Beschlüsse von Stadtrat oder Sächsischer Landesregierung wurden am Demonstrationstag nicht bekannt.

Für die weitere Entwicklung sind Entscheidungen des Unternehmens über Produktionsumfang und Lieferketten sowie mögliche juristische Schritte von Anwohnerinitiativen relevant. Zugeschriebene Forderungen stammen aus Redebeiträgen der Demonstration; verbindliche amtliche Entscheidungen liegen dazu bislang nicht vor. Der politische Streit um die Rolle von Rüstungsindustrie-Ansiedlungen in Ostdeutschland dürfte in Leipzig damit an Intensität gewinnen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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