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Hunderte demonstrieren in Potsdam gegen hohe Mieten

In Potsdam sind am 10. Oktober 2026 Hunderte Menschen gegen steigende Mieten auf die Straße gegangen. Laut rbb verlief die Demonstration vom Alten Markt zum Platz der Einheit friedlich.

Hunderte Menschen haben am Samstag, 10. Oktober 2026, in Potsdam gegen hohe Mieten und Wohnungsnot demonstriert. Der Aufzug führte vom Alten Markt zum Platz der Einheit. Zu den Initiatoren zählten lokale Mieterinitiativen, das Bündnis Potsdam — Stadt für alle sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Nach übereinstimmenden Berichten lokaler Medien verlief die Kundgebung weitgehend friedlich; die Polizei begleitete den Protest.

Die Veranstalter machten in Redebeiträgen und Aufrufen ihre Forderungen deutlich: mehr kommunaler Wohnungsbau, eine Ausweitung des Bestands an Sozialwohnungen und strengere Regeln gegen Mieterhöhungen nach Modernisierungen. Damit solle der Bestand an bezahlbaren Wohnungen gesichert und ausgebaut werden. Adressaten der Forderungen sind sowohl die Stadtpolitik als auch das Land Brandenburg. Konkrete Angaben zur Teilnehmerzahl nannten die Behörden in der vorliegenden Berichterstattung nicht; die Einordnung „Hunderte“ stammt aus den Angaben der Initiativen und der lokalen Medien.

Laut rbb betonten Rednerinnen und Redner, die Mieten in Potsdam entwickelten sich für viele Haushalte zur Belastung, insbesondere für Familien und Menschen mit niedrigen Einkommen. Vertreter des DGB verwiesen auf steigende Bau- und Finanzierungskosten, die Neubauvorhaben erschwerten, und forderten verlässliche öffentliche Förderung. Aktivisten von Potsdam — Stadt für alle kritisierten zudem, dass preisgebundene Wohnungen aus der Bindung fallen, ohne dass ausreichend neue Sozialwohnungen hinzukämen.

Der politische Kontext ist seit Jahren angespannt: Der Wohnungsmarkt in Potsdam gilt als stark nachgefragt, befeuert durch Zuzug aus Berlin und das Wachstum im Umland. Kommunale Programme zum geförderten Wohnungsbau und Maßnahmen wie Mietspiegelanpassungen oder Milieuschutzsatzungen werden regelmäßig diskutiert und teils umgesetzt. Oppositionelle Stimmen in der Stadtverordnetenversammlung halten die bisherigen Schritte jedoch für unzureichend. Die Stadtspitze verweist auf begrenzte Flächen, höhere Baupreise und die Notwendigkeit, private Investitionen einzubinden.

Welche unmittelbaren Folgen die Demonstration für die Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik haben wird, ist offen. In den Redebeiträgen wurde der Landtag aufgefordert, Förderkulissen zu verlängern und zu erhöhen sowie die Kommunen bei der Bodenpolitik zu unterstützen. Beobachter werten die Aktion als Teil einer anhaltenden öffentlichen Debatte über Prioritäten auf dem Wohnungsmarkt, die Potsdam und die Region seit Langem prägt.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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