Am Freitag, 25. September 2026, haben in mehreren deutschen Städten Hunderte Menschen gegen eine mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht und gegen die verstärkte Aufrüstung der Bundeswehr demonstriert. Unter dem Motto „Nie wieder Wehrpflicht“ und im Rahmen eines „Schulstreik gegen Wehrpflicht“ versammelten sich vor allem Schülerinnen und Schüler mit Unterstützerinnen und Unterstützern zu Kundgebungen und Märschen.
Nach Polizeiangaben und regionalen Medien beteiligten sich in Berlin rund 2.400 Menschen an einer der größeren Versammlungen. In München wurden etwa 700, in Nürnberg rund 400 und in Stuttgart etwa 200 Teilnehmende gezählt. Aus Rostock und Kiel meldeten lokale Redaktionen jeweils mehrere Hundert Demonstrierende. Die Zahlen beruhen auf bestätigten Polizeiangaben vom 25. September 2026.
Die Proteste richteten sich gegen politische Pläne, mit denen die Bundesregierung die personelle Lage und die Ausrüstung der Bundeswehr verbessern will. Kritikerinnen und Kritiker warnen vor einer Militarisierung und verweisen auf die Belastung junger Menschen durch einen möglichen verpflichtenden Wehrdienst. Veranstaltende Gruppen verbanden die Demonstrationen mit der Forderung, Bildungs- und Sozialausgaben nicht zugunsten zusätzlicher Verteidigungsmittel zu kürzen. Wiederholt wurde zudem Kritik an angekündigten Eignungsprüfungen und Informationsschreiben an junge Menschen geäußert; diese Punkte wurden von Rednerinnen und Rednern auf den Kundgebungen angesprochen.
Die Bundesregierung und das Verteidigungsministerium rechtfertigen den mittelfristigen Ausbau der Fähigkeiten der Bundeswehr mit veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Europa. Vertreter offizieller Stellen verweisen auf die Notwendigkeit, Truppe und Material zu stärken; konkrete Gesetzesvorschläge zur Ausgestaltung eines möglichen Wehrdienstes standen zuletzt in der fachlichen Abstimmung. Öffentliche Stellungnahmen aus Regierungskreisen unterstreichen, dass Entscheidungen an parlamentarische Beratungen und Haushaltsbeschlüsse gebunden sind.
Die Aktionen vom 25. September 2026 zeigen, dass die Auseinandersetzung über Wehrpflicht und Aufrüstung gesellschaftlich breit geführt wird und insbesondere junge Menschen mobilisiert. Wie stark der Protest die weitere Debatte prägt, hängt von den kommenden Beratungen im Bundestag, der Reaktion der Bundesregierung und den Ergebnissen anstehender Haushaltsverhandlungen ab. Aus den Ländern, darunter Baden-Württemberg, werden weitere regionale Bündnisse erwartet, die das Thema in den kommenden Wochen aufgreifen wollen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).