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Idar-Oberstein: Geplanter Radweg von 1,2 Kilometern soll bis zu 2,5 Millionen kosten

Für einen Radweglückenschluss an einer Kreisstraße in Idar-Oberstein werden bis zu 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Gründe sind Hang- und Leitungsarbeiten, Verkehrssicherung und Naturschutzauflagen; die Finanzierung zwischen Kommune und Land ist noch nicht final beschlossen.

In Idar-Oberstein veranschlagt der Kreis Birkenfeld für einen rund 1,2 Kilometer langen Radweglückenschluss an einer Kreisstraße bis zu 2,5 Millionen Euro. Das geht aus Planunterlagen des Kreises und der Stadt hervor und wurde vom Südwestrundfunk berichtet sowie von der Tagesschau aufgegriffen. Stand: 21. September 2026. Eine endgültige Finanzierungszusage von Land und Fördergebern liegt den öffentlich zugänglichen Beschlussvorlagen zufolge noch nicht vor.

Die Kostensumme setzt sich aus mehreren, in den Planungen benannten Posten zusammen. Entlang der vorgesehenen Trasse sind umfangreiche Sicherungen am Hang erforderlich, darunter Stützwände, Böschungssicherungen und Drainagen. Solche Bauwerke verteuern den Abschnitt im Vergleich zu einem einfachen außerörtlichen Asphaltweg deutlich. Hinzu kommen Arbeiten an bestehenden Infrastrukturen: Wasser-, Abwasser- und Glasfaserleitungen müssen abschnittsweise umgelegt oder geschützt werden, bevor der Radweg gebaut werden kann.

Für die Bauzeit sind zudem aufwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen vorgesehen. Auf einer stark genutzten Kreisstraße verursachen Umleitungen, Baustellenabsicherungen und temporäre Verkehrsführungen zusätzliche Personal- und Materialkosten. Je nach Lage der Querungen fallen auch Arbeiten an Brücken und Durchlässen an, die in der Kalkulation berücksichtigt sind.

Rechtliche Auflagen wirken ebenfalls kostentreibend. Eingriffe in Natur- und Gewässerräume erfordern nach den Vorgaben in Rheinland-Pfalz naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen. Dazu zählen Ausgleichsflächen oder technische Maßnahmen, die den Eingriff kompensieren. Parallel schlägt die allgemeine Kostenlage im Bauwesen zu Buche: gestiegene Baupreise und kleinere Losgrößen bei kommunalen Projekten verteuern die Umsetzung.

Vergleichswerte aus Leitfäden und Landesinformationen zeigen eine große Bandbreite. Einfache, außerörtliche Radwege ohne besondere Bauwerke liegen häufig im niedrigen sechsstelligen Bereich pro Kilometer. Wo Hangsicherungen, Brücken oder umfangreiche Leitungsarbeiten nötig sind, können hingegen mehrere Millionen Euro je Kilometer anfallen. In diesem Rahmen bewegt sich die Idar-Obersteiner Planung.

Zur Finanzierung sind Landes- und Bundesprogramme für den Radverkehr grundsätzlich verfügbar, sie decken aber erfahrungsgemäß nicht alle kommunalen Zusatzkosten ab. Wie der Kreis Birkenfeld, die Stadt Idar-Oberstein und Fördermittelgeber den Abschnitt letztlich aufteilen, ist Gegenstand weiterer Beschlüsse. Diese sollen nach Vorliegen in den Gremienunterlagen nachvollziehbar dokumentiert werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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