Aktuell

Im Oktober steigen Krankmeldungen in Mitteldeutschland

Der Mitteldeutsche Rundfunk meldet für Mitte Oktober mehr Erkrankungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Krankenkassen sehen saisonale Atemwegsinfekte und anhaltend hohe psychische Ausfallzeiten als Gründe.

In Mitteldeutschland nehmen die Krankmeldungen im Oktober wieder zu. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete am 13. Oktober in Leichter Sprache, es würden „wieder mehr Menschen krank“. Betroffen sind vor allem Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Als Ursachen werden ein saisonaler Anstieg von Atemwegsinfekten und weiterhin hohe Ausfallzeiten wegen psychischer Erkrankungen genannt.

Die Entwicklung passt zu Befunden großer gesetzlicher Krankenkassen. In ihren Berichten für 2026 weisen DAK-Gesundheit und Barmer auf eine anhaltend hohe Zahl von Krankheitstagen hin. Demnach schlagen sich psychische Diagnosen überdurchschnittlich in der Dauer der Arbeitsunfähigkeit nieder, während typische Herbst- und Wintererkrankungen der Atemwege die Zahl der Krankschreibungen zusätzlich erhöhen. Regionale Auswertungen der AOK NordWest zeigen für das Jahr 2026 ebenfalls spürbare Fehlzeiten durch Atemwegsinfekte; die Befunde lassen sich nicht eins zu eins auf Mitteldeutschland übertragen, beschreiben aber ein bundesweit beobachtetes Muster.

Die derzeitigen Hinweise aus Mitteldeutschland decken sich damit: Wenn die Infektionslage im Herbst anzieht, steigt der Krankenstand. Parallel bleibt die Belastung durch psychische Erkrankungen hoch, was in längeren Ausfallzeiten resultiert. Arbeitgeber und öffentliche Einrichtungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen daher mit spürbaren Personalausfällen rechnen. Für Beschäftigte bedeutet dies, dass Kurzzeiterkrankungen wie Erkältungen häufiger auftreten, während psychische Diagnosen seltener, aber oft langwieriger sind.

Zahlen zum laufenden Oktober liegen aus den genannten Quellen noch nicht flächendeckend vor. Die Aussagen zu Ursachen beruhen auf den veröffentlichten Jahres- und Halbjahresberichten der Kassen für 2026 sowie auf der aktuellen MDR-Meldung. Konkrete Quoten oder Prozentangaben variieren je nach Kasse, Region und Erhebungsmethode. Der Befund ist dennoch konsistent: Der Krankenstand zeigt im Verlauf des Herbstes ein saisonales Plus, das sich mit Atemwegsinfekten erklärt, und die durchschnittliche Dauer von Fehlzeiten bleibt durch psychische Erkrankungen hoch.

Für die kommenden Wochen rechnen Beobachter mit einer typischen Herbst- und Wintersaison bei Atemwegsinfekten. Wie stark der Krankenstand in Mitteldeutschland insgesamt ausfällt, hängt unter anderem vom Infektionsgeschehen, vom Impfstatus gegen Grippe und von der Arbeitsorganisation in den Betrieben ab. Verlässliche, vergleichbare Daten zum gesamten vierten Quartal werden die Krankenkassen erst mit zeitlichem Abstand vorlegen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk