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In Singen bei Stadtilm wird keltischer Münzschatz öffentlich vorgestellt

In Singen im Ilm-Kreis sind keltische Silbermünzen aus der Spätlatènezeit präsentiert worden. Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie wertet den Fund als bislang bedeutendsten seiner Art im Land.

In Singen, einem Ortsteil von Stadtilm im Ilm-Kreis, ist am 15. September 2026 ein keltischer Münzschatz aus der Spätlatènezeit vorgestellt worden. Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie bezeichnet den Befund als bislang umfangreichsten keltischen Münzfund dieser Zeitstellung in Thüringen. Die Stücke waren bei archäologischen Untersuchungen im Umfeld des geplanten Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses auf dem früheren Sportplatz am Singer Berg zutage gekommen.

Die ersten Münzen wurden nach Behördenangaben bereits während Grabungen im Juli und August 2025 geborgen. Gezielte Nachuntersuchungen im August 2026 bestätigten den Umfang des Fundes. Es handelt sich um mehrere keltische Silbermünzen; zusätzlich wurde eine römische Münze gefunden. Weitere Kleinfunde aus späteren Epochen – darunter Keramik- und Metallfragmente – belegen, dass der Ort über längere Zeitspannen genutzt oder begangen wurde.

Die räumliche Verteilung der Münzen legt nach Einschätzung der Fachleute nahe, dass sie ursprünglich gemeinsam in einem organischen Behältnis deponiert waren, das sich nicht erhalten hat. Aus archäologischer Sicht ist der Fund bedeutsam, weil er Handels- und Kontaktwege der keltischen Welt nach Mitteldeutschland unterstreicht. Fachkreise verweisen auf mögliche Bezüge zu Prägezentren im Gothaer Land sowie auf die Vernetzung mit bekannten keltischen Fundstellen in Südthüringen, etwa der Steinsburg bei Römhild. Diese Einordnung ist eine bewertende Aussage und bleibt bis zum Abschluss der Auswertung vorläufig.

Das Thüringer Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie kündigte konservatorische Maßnahmen und eine detaillierte wissenschaftliche Bearbeitung an. Geprüft werden sollen unter anderem Fundzusammenhang, Datierung und Herkunft der Prägungen. Ergebnisse sollen nach Abschluss der Restaurierung in einer Fachpublikation vorgelegt werden. Ob und ab wann einzelne Stücke in einer Ausstellung zu sehen sein werden, ist noch offen; entsprechende Entscheidungen trifft die zuständige Denkmalpflege nach dem Abschluss der Untersuchungen.

Der Befund stärkt die archäologische Bedeutung des Singer Bergs und liefert neue Anhaltspunkte für die Verbreitung keltischer Münzprägungen in Thüringen. Aussagen zu Eigentumsfragen oder zu einer dauerhaften musealen Präsentation liegen derzeit nicht abschließend vor. Bestätigt ist der Fund, seine zeitliche Einordnung und die Einordnung als bislang bedeutendster keltischer Münzschatz dieser Epoche im Freistaat.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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