Kurzmeldung
Der Vorstand der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall) hat am 23. September 2026 die Tarifforderung für die Metall- und Elektroindustrie beschlossen: 5 Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Forderung bezieht sich ausdrücklich auf Tabellenentgelte, tarifgebundene Zulagen und Ausbildungsvergütungen. Nach Angaben der Gewerkschaft soll damit die Kaufkraft erhalten und Beschäftigte am Produktivitätsfortschritt beteiligt werden.
Die Entscheidung folgte auf Beratungen in den Bezirken und Empfehlungen der Tarifkommissionen. Regionale Gremien hatten seit Juni 2026 Vorschläge debattiert; die genaue Forderungszusammensetzung nennt die IG Metall als Mischung aus Zielinflation, Trendproduktivität und einer Umverteilungskomponente. Die Tarifrunde betrifft nach Gewerkschaftsangaben rund 3,7 Millionen Beschäftigte in der Branche, wobei Tarifbindung regional und betrieblich variiert.
Auf Arbeitgeberseite wird eine Reaktion von Gesamtmetall erwartet. In ersten Stellungnahmen verweisen Vertreter der Arbeitgeberverbände typischerweise auf Investitionsdruck, Wettbewerbsfähigkeit und regionale Unterschiede als Argumente gegen hohe flächendeckende Abschlüsse. Konkrete Gegenangebote lagen zum Zeitpunkt des Beschlusses noch nicht vor; der übliche Verlauf sieht Verhandlungen in den Bezirken, mögliche Warnstreiks und — falls nötig — weitergehende Arbeitskampfmaßnahmen vor.
Die IG Metall verbindet die Entgeltforderung mit begleitenden Forderungen zu Beschäftigungssicherung, Qualifizierung und Stärkung der Mitbestimmung. Ein Schwerpunkt der internen Vorbereitung waren Befragungen in Betrieben sowie Auswertungen zur wirtschaftlichen Lage der Branche. Ob und in welcher Höhe ein Abschluss gelingt, entscheidet sich in den kommenden Verhandlungsrunden; ein Pilotabschluss in einzelnen Bezirken kann dabei Signalwirkung für andere Regionen haben.
Die jetzt beschlossene Forderung legt den Rahmen für die Tarifgespräche 2026 fest. Für Beschäftigte und Unternehmen wird in den nächsten Wochen wichtig sein, wann die ersten konkreten Angebote vorgelegt werden und ob sich in Verhandlungen schnelle Kompromisse oder harte Auseinandersetzungen abzeichnen.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).