Kurzmeldung
WIESBADEN — Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im September 2026 nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 3,3 Prozent gegenüber dem September 2025. Gegenüber August 2026 erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Die Schnellschätzung veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 30. September 2026; die endgültigen Ergebnisse sind für den 13. Oktober 2026 angekündigt.
Gemessen wird die Teuerung am nationalen Verbraucherpreisindex. Ohne Nahrungsmittel und Energie — der häufig als Kerninflation bezeichnete Index — ergibt sich für September voraussichtlich ein Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Deutlich stärker legten die Energiepreise zu: Destatis weist für den Teilindex Energie eine Rate von 14,9 Prozent aus. Damit hat sich die Teuerung bei Energie seit dem Sommer weiter erhöht; im August 2026 lag die Jahresrate bei 10,5 Prozent, im Juli bei 8,3 Prozent.
Die Zahlen deuten darauf hin, dass der jüngste Preisauftrieb wesentlich von Energie getrieben ist, während die Kerninflation vergleichsweise stabil verläuft. Das spricht für eine im Kern moderatere Preisdynamik, die allerdings durch die deutlichen Energieverteuerungen überlagert wird. Wie stark und wie dauerhaft dieser Effekt wirkt, bleibt den endgültigen Daten und der weiteren Monatsentwicklung vorbehalten.
Für die Geldpolitik sind insbesondere die Kerninflation und die Persistenz der Energiepreissteigerungen von Bedeutung. Europäische Zentralbank und Deutsche Bundesbank verweisen in ihren regelmäßigen Einschätzungen auf Risiken aus Energie- und Rohstoffmärkten, die das Inflationsbild beeinflussen können. Eine unmittelbare Schlussfolgerung für künftige Zinsentscheidungen lässt sich aus der vorliegenden Schnellschätzung jedoch nicht ableiten.
Die Veröffentlichung ist eine vorläufige statistische Einschätzung auf Basis noch unvollständiger Preiserhebungen. Destatis weist darauf hin, dass im Zuge der Validierung und mit dem Eintreffen weiterer Daten Revisionen möglich sind. Maßgeblich bleibt der nationale Verbraucherpreisindex, dessen endgültige Ergebnisse für den 13. Oktober 2026 angekündigt sind.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).