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Internationale Schulleistungsstudie 2025: Deutschland verliert Boden – Norden steht unter Druck

Die OECD legt die Ergebnisse der Schulleistungsstudie PISA 2025 vor: Deutschland sinkt in Lesen und Mathematik, regionale Unterschiede belasten insbesondere Norddeutschland.

Kurzmeldung

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 8. September 2026 die Ergebnisse der internationalen Schulleistungsstudie PISA 2025 veröffentlicht. Demnach sanken die Leistungen der 15-Jährigen in Deutschland in den Kernbereichen Lesen und Mathematik gegenüber der Vorerhebung; die OECD hebt zudem die anhaltende Rolle der sozialen Herkunft für Bildungschancen hervor. Für Norddeutschland zeichnen sich dabei deutliche Herausforderungen ab.

Regionale Auswertungen und Stellungnahmen aus den Ländern nennen eine Reihe struktureller Probleme: anhaltender Lehrkräftemangel, häufiger Unterrichtsausfall, Defizite in der frühzeitigen Sprachförderung sowie eine ungleichmäßige Ausgestaltung von Ganztagsangeboten. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen sehen Behörden und Expertinnen und Experten besonders großen Handlungsbedarf, weil dort Bildungserfolg stärker als anderswo von sozialer Zusammensetzung und örtlicher Ausstattung abhänge.

Die Bundesrepublik bleibt im internationalen Ranking nicht an der Spitze, verschlechterte sich aber im Vergleich zur Vorstudie; die OECD empfiehlt, Fördermaßnahmen auf nachweislich wirksame Programme zu konzentrieren. Vorrang sollten systematische Förderangebote für Lese- und Rechenkompetenzen, gezielte Fortbildungen für Lehrkräfte sowie verlässlichere Vertretungs- und Unterstützungskonzepte haben.

Auf politischer Ebene kündigen die Länder Maßnahmen an; die Kultusministerkonferenz will die PISA-Daten länderübergreifend auswerten und gemeinsame Empfehlungen erarbeiten. Konkrete, finanzierte Pakete standen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch noch aus. Entscheidend für Erfolg und Wirkung sei, so Experten, die verbindliche Steuerung von Reformen, eine klare Messung von Ergebnissen und die gezielte Unterstützung der Schulen mit dem größten Bedarf.

Für Norddeutschland bedeutet dies praktische Aufgaben: schnellerer Ausbau multiprofessioneller Teams, bessere Sprachförderung im Vor- und Grundschulbereich sowie verlässliche Vertretungssysteme, damit Unterrichtsausfall nicht zu Verlusten bei Kernkompetenzen führt. Ob diese Schritte rasch umgesetzt werden, wird sich in den kommenden Jahren zeigen; PISA 2025 liefert dafür eine aktuelle empirische Grundlage und macht sichtbar, wo die Hebel am wirkungsvollsten liegen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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