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Internationale Schulleistungsstudie 2025: Ruf nach nationalem Bildungsgipfel in Deutschland

Nach der Veröffentlichung der PISA-Ergebnisse am 8. September 2026 verlangen Gewerkschaften, Verbände und Landesregierungen einen nationalen Bildungsgipfel, um Lesekompetenz, Mathematik und Chancengleichheit zu stärken.

Kurzmeldung

Am 8. September 2026 hat die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) die Ergebnisse der Internationalen Schulleistungsstudie PISA 2025 veröffentlicht. Deutschland liegt demnach in Lesen und Mathematik deutlich schlechter als in früheren Erhebungen und erreicht nur noch etwa das OECD-Durchschnittsniveau. Die Veröffentlichung löste in Politik und Bildungsverbänden eine breite Debatte über Ursachen und Konsequenzen aus.

Gewerkschaften und Verbände fordern jetzt einen nationalen Bildungsgipfel, um verbindliche Ziele und abgestimmte Maßnahmen zu vereinbaren. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sieht das gesamte Schulwesen auf dem Prüfstand und verlangt systematische Evaluationen sowie zusätzliche Personalressourcen und gezielte Förderung an Schulen mit großen Lernrückständen. Der Deutsche Lehrerverband fordert verstärkte Anstrengungen bei der Lehrkräftegewinnung und Fortbildung. Der Digitalverband Bitkom weist auf Modernisierungsbedarf bei Geräten, Netzen und digitalen Unterrichtskonzepten hin.

Politisch wird das Zusammenspiel von Bund und Ländern thematisiert: Die Kultusministerkonferenz hat Beratungen angekündigt, das Bundesbildungsministerium kündigte enge Auswertung der OECD-Daten mit den Ländern an. Mehrere Landesregierungen, darunter Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, bewerten die Ergebnisse als Handlungsauftrag und verweisen auf bereits laufende Programme zur Stärkung von Basiskompetenzen.

Fachleute betonen, ein möglicher nationaler Bildungsgipfel müsse konkrete Vereinbarungen bringen: gemeinsame Qualitätsziele, verlässliche Lernstandserhebungen, wirksame Frühförderung sowie belastbare Programme für sozial benachteiligte Schulen. Rechtlich bleibt die Zuständigkeit für Schule bei den Ländern; der Bund kann koordinieren und Programme mitfinanzieren. Entscheidend wird sein, ob Bund und Länder einen verbindlichen Fahrplan mit transparenter Zielberichterstattung und gesicherter Finanzierung vorlegen.

Hintergrund bleibt eine langjährige Befundlage: In Deutschland hängt der Bildungserfolg überdurchschnittlich stark von der sozialen Herkunft. PISA 2025 hebt insbesondere Schwächen beim Lesen hervor, eine Kompetenz, die für das Lernen in allen Fächern grundlegend ist. Ohne abgestimmte, wirkungsorientierte Schritte drohen mittelfristig wachsende Kompetenzlücken und Engpässe beim Fachkräftenachwuchs.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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