Kurzmeldung
Ein 57-jähriger Jäger hat sich am Dienstagabend, 22. September 2026, in Kernen-Rommelshausen (Rems-Murr-Kreis) bei Arbeiten an seinem Gewehr schwer verletzt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Aalen löste sich gegen 20:30 Uhr ein Schuss, als der Mann die Waffe einspannte. Das Gewehr war demnach nicht ordnungsgemäß entladen. Der Verletzte wurde mit einer schweren Bauchverletzung in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert.
Die Polizei geht nach dem bisherigen Ermittlungsstand von einem Unglücksfall aus. Hinweise auf Fremdverschulden oder das strafrechtlich relevante Verhalten Dritter liegen derzeit nicht vor. Die zuständige Dienststelle klärt, wie es zu der Schussabgabe kommen konnte und ob Sicherheitsregeln missachtet wurden. Aussagen zum weiteren Gesundheitszustand des Mannes machte die Polizei zunächst nicht.
Der Vorfall richtet den Blick auf die in Deutschland geltenden Sicherheitsvorschriften für Schusswaffen. Inhaber einer Waffenbesitzkarte und Personen mit jagdlicher Berechtigung sind verpflichtet, Waffen vor Reinigungs- oder Reparaturarbeiten zu entladen und gegen unbeabsichtigtes Auslösen zu sichern. Fachbetriebe sollen hinzugezogen werden, wenn Arbeiten über einfache Pflege hinausgehen. Verstöße gegen diese Pflichten können, je nach Ergebnis der Ermittlungen, waffen- oder strafrechtliche Folgen haben; eine solche Bewertung ist jedoch erst nach Abschluss der Prüfung möglich.
Kernen-Rommelshausen gehört zum Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg; zuständig für die ersten Maßnahmen war das Polizeipräsidium Aalen. Die Einsatzkräfte sicherten den Unfallort und nahmen routinemäßige Ermittlungen zur Technik und Handhabung der Waffe auf. Ob zusätzliche behördliche Maßnahmen im Waffenrecht erforderlich sind, hängt von den noch ausstehenden Feststellungen zu Aufbewahrung, Zustand und Behandlung des Gewehrs ab.
Die Informationen beruhen auf der Mitteilung des Polizeipräsidiums Aalen und übereinstimmenden Berichten regionaler Medien. Details zu den exakten Handgriffen vor der Schussabgabe, zum technischen Zustand der Waffe und zum Genesungsverlauf werden voraussichtlich erst mit Abschluss der polizeilichen Ermittlungen vorliegen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).