Der Schriftsteller und Zeichner Janosch, mit bürgerlichem Namen Horst Eckert, ist am 3. November 2026 im Alter von 95 Jahren auf der Insel Teneriffa gestorben. Sein Verlag bestätigte den Tod. Deutsche Medien veröffentlichten am 4. November 2026 erste Nachrufe und Würdigungen. Janosch wurde durch seine Kinderbücher international bekannt, allen voran durch die Figuren der Tigerente, des kleinen Bären und des kleinen Tigers.
Geboren am 11. März 1931, prägte Janosch über Jahrzehnte die deutschsprachige Kinder- und Bilderbuchkultur. Seine schlicht erzählten, zugleich poetischen Geschichten und die unverwechselbare Bildsprache wurden zu festen Bezugspunkten für mehrere Generationen. Stationen seines Lebens führten ihn aus Oberschlesien nach München; seit vielen Jahren lebte er auf Teneriffa. Zu seinem umfangreichen Werk zählen neben Büchern zahlreiche Illustrationen, Aquarelle und Druckgrafiken.
Kulturelle Institutionen würdigten den Künstler unmittelbar nach Bekanntwerden seines Todes. Die Kunsthalle Rostock, die Janosch im Sommer 2026 eine Ausstellung widmete, hob hervor, dass seine Bildsprache weit über das Genre des Kinderbuchs hinausweise. Aus Verlagen und aus dem Kulturbetrieb kamen kondolierende Stellungnahmen, die die anhaltende Präsenz seiner Figuren in der Alltagskultur betonen. Nähere Angaben zur Todesursache lagen zunächst nicht vor.
Für die literarische Öffentlichkeit markiert der Tod Janoschs einen Einschnitt. Verlage und Bibliotheken bereiten erfahrungsgemäß Neuauflagen und Rückblicke auf sein Gesamtwerk vor; Museen und Häuser der Literatur planen häufig Gedenkformate und Ausstellungen. Urheber- und Nachlassfragen richten sich nach bestehenden vertraglichen Regelungen; konkrete Entscheidungen dazu wurden bislang nicht bekanntgegeben.
Janosch galt als eigenständige, bisweilen widersprüchlich auftretende Künstlerpersönlichkeit. In Interviews und autobiografischen Notizen variierte er Lebensstationen und Zuschreibungen, was zu einer teils mythischen Überformung seiner Biografie beitrug. Unbestritten bleibt die enorme Resonanz seiner Bücher und Bilder, deren Motive sich in Erzählungen, Theateradaptionen und Alltagsgegenständen wiederfinden. Die anhaltende Popularität von Tigerente und kleinem Bären macht deutlich, wie dauerhaft Janosch die Bildwelten der Kindheit in Deutschland geprägt hat.
Die Bestätigung des Todes und der Zeitpunkt der ersten Nachrufe liegen übereinstimmenden Berichten führender Medien zugrunde. Weitere Einzelheiten zu Trauerfeiern, zum Nachlass und zu möglichen posthumen Veröffentlichungen werden in den kommenden Tagen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).