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Kabeldiebstahl stoppt Züge zwischen Ebersbach und Zittau

Nach massiven Kabelbeschädigungen meldeten Länderbahn und Bundespolizei am 15. September 2026 Zugausfälle und Verspätungen. Seit 16. September läuft der Verkehr schrittweise wieder an, mit weiterem Schienenersatzverkehr.

Nach einem umfangreichen Kabeldiebstahl ist der Zugverkehr auf der Strecke zwischen Ebersbach und Zittau seit dem 15. September 2026 erheblich gestört. Die Länderbahn (trilex) und die Bundespolizei bestätigten, dass an mehreren Stellen Signalkabel durchtrennt wurden. Die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn informierte daraufhin die Bundespolizei; Ermittler sicherten Spuren an mehreren Tatorten.

Unmittelbare Folge waren Zugausfälle und deutliche Verspätungen, vor allem auf den Linien RB61 und RE2. Nach Angaben der Länderbahn wurde der reguläre Betrieb am 16. September schrittweise wieder aufgenommen, dennoch mussten Fahrgäste mit weiteren Einschränkungen rechnen. Zur Aufrechterhaltung der Verbindungen richtete das Unternehmen einen stündlichen Schienenersatzverkehr zwischen Ebersbach und Zittau ein. Reisende wurden aufgefordert, die Echtzeitauskunft der Bahn zu prüfen und zusätzliche Fahrzeit für Umstiege einzuplanen.

Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach leitete Ermittlungen wegen besonders schweren Diebstahls ein. Zu mutmaßlicher Diebesmenge und Schadenshöhe machte die Behörde zunächst keine belastbaren Angaben. Werkzeuge und aufgefundenes Kabelmaterial wurden sichergestellt. Ob es einen Zusammenhang zu früheren Vorfällen auf sächsischen Bahnstrecken gibt, ist Gegenstand der laufenden Prüfung. Konkrete Zahlen zu betroffenen Kabellängen kursierten in regionalen Medien, sind jedoch laut Polizei derzeit nicht verifizierbar.

Die Störung wirkte sich auch auf Anschlüsse in Löbau aus. Fahrgäste mussten je nach Verbindung auf Busse umsteigen oder längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Die Länderbahn kündigte an, den Schienenersatzverkehr bedarfsorientiert fortzuführen, bis die Leit- und Sicherungstechnik vollständig instandgesetzt ist.

Hintergrund: Kabeldiebstähle und andere Eingriffe in die Leit- und Sicherungstechnik treffen den Regionalverkehr in Sachsen wiederholt. Beschädigte Signal- und Stellwerksanlagen zwingen Betreiber aus Sicherheitsgründen dazu, Abschnitte zu sperren oder Züge nur im Sichtbetrieb fahren zu lassen. Die Reparaturen sind aufwendig und erfordern Abstimmungen zwischen Netzbetreiber, Instandhaltung und Betrieb, wodurch Inbetriebnahmen häufig erst nach Stunden oder Tagen möglich sind.

Auswirkungen und Ausblick: Für Pendler und den regionalen Güterverkehr bedeuten solche Taten verlässliche Mehrkosten, Verspätungen und Planungsunsicherheit. Bahnunternehmen und Sicherheitsbehörden betonen seit Längerem die Notwendigkeit zusätzlicher Sicherungen an besonders gefährdeten Abschnitten. Ob die aktuellen Ermittlungen zu Festnahmen führen und ob daraus weitere Schutzmaßnahmen im Raum Zittau abgeleitet werden, ist offen. Weitere Informationen wollen Länderbahn und Bundespolizei bei neuen Erkenntnissen veröffentlichen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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