Die Stadt Kaiserslautern reagiert auf wiederholte Beleidigungen und Pöbeleien gegen Beschäftigte der Führerscheinstelle Kaiserslautern mit organisatorischen Änderungen. Nach übereinstimmenden Angaben von SWR und Stadtverwaltung wird der Zugang zur Behörde in der Merkurstraße ab November ohne feste Termine geöffnet: Besucherinnen und Besucher ziehen an einem Nummernautomat ein Ticket und werden aufgerufen. Das Online-Terminangebot bleibt bestehen und wird von der Stadt Kaiserslautern weiterhin als bevorzugter Weg empfohlen, um Unterlagen vollständig einzureichen und Vorgänge zügig abzuschließen.
Zuvor hatten Beschäftigte gegenüber dem SWR von verbalen Angriffen und teils bedrohlichen Gesten berichtet. Die Stadt bestätigte die Schilderungen und sprach von inakzeptablem Verhalten einzelner Wartender. Manfred Schulz, Bürgermeister in Kaiserslautern, kündigte an, Übergriffe konsequent zu ahnden. Als Ursachen für die angespannte Lage nennt die Verwaltung anhaltende personelle Engpässe und krankheitsbedingte Ausfälle, die Wartezeiten und Terminengpässe verstärkt haben.
Kurzfristig sollen ein Werksstudent und eine zusätzliche Angestellte die Abteilung entlasten; zudem sind weitere Stellen ausgeschrieben. Ziel der Öffnung ohne feste Terminbindung ist es nach Angaben des Rathauses, den Andrang besser zu steuern, Warteschlangen zu entzerren und Frustrationen zu verringern. Zugleich behält sich die Stadt einen Besucherstopp vor, wenn die Kapazitäten überschritten werden. Ergänzend prüft die Verwaltung Schulungen für Konfliktgespräche und eine engere Abstimmung mit der Polizei, sollten konkrete Drohungen gemeldet werden.
Die Berichte über Beleidigungen und Drohgebärden beruhen auf Aussagen von Beschäftigten und der SWR-Berichterstattung; die Stadt Kaiserslautern hat die generelle Lage bestätigt und konkrete Maßnahmen genannt. Offene Punkte bleiben, ob zusätzliche Stellen, das Mischmodell aus Online-Termin und offenem Zugang sowie flankierende Sicherheitsmaßnahmen die Belastung des Personals tatsächlich mindern. Das wird von Umsetzungstempo und Nachfrage in den kommenden Wochen abhängen.
Für Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz bleibt nach Auskunft der Stadt der Online-Termin die verlässlichste Option, um Behördengänge planbar zu halten und Mehrfachbesuche zu vermeiden. Wer ohne Termin kommt, sollte mit Wartezeiten rechnen und vollständige Unterlagen bereithalten. Die Maßnahmen der Stadt Kaiserslautern zielen darauf, den Betrieb der Führerscheinstelle Kaiserslautern zu stabilisieren und gleichzeitig den Arbeitsschutz der Beschäftigten zu stärken.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).