Aktuell

Kiel baut Hörnbrücke ab – Mittelteil geht nach Flensburg

In Kiel beginnt in der Woche ab 2. November 2026 der Abbau des beweglichen Mittelteils der Hörnbrücke. Die Stadt vergab den Auftrag, das Bauteil soll im Museumshafen Flensburg weiterverwendet werden.

In Kiel startet in der Woche ab dem 2. November 2026 der Abbau des beweglichen Mittelteils der Hörnbrücke an der Hörn. Nach Angaben der Landeshauptstadt Kiel ist ein Spezialschwimmkran im Einsatz, der die Konstruktion anhebt und auf einen Ponton verlädt. Das Bauteil soll anschließend nach Flensburg gebracht und dort im Museumshafen ohne Klappfunktion weitergenutzt werden. Die Arbeiten sind wetterabhängig; während der Hebe- und Verladearbeiten werden Bereiche rund um die Baustelle zeitweise gesperrt.

Die Stadt hatte den Auftrag europaweit ausgeschrieben. Den Zuschlag erhielt die Deutsch-Dänische Wasserbau GmbH aus Arnis. Der veröffentlichte Auftragswert für die Demontage liegt bei rund 225.000 Euro. Laut Stadt war die sogenannte Dreifeldzugklappbrücke, die 1997 eröffnet wurde, seit Oktober 2025 in Teilen außer Betrieb. Inspektionen ergaben demnach erhebliche technische Schäden und das Erreichen der vorgesehenen Nutzungsdauer. Eine wirtschaftlich sinnvolle Wiederinbetriebnahme sei nicht möglich gewesen; Sanierungskosten hätten den Ausbau voraussichtlich deutlich übertroffen, und ein störungsfreier Betrieb wäre nicht gesichert gewesen.

Der Transport erfolgt über die Ostsee. Nach der Verladung in Kiel ist eine Zwischenstation in Arnis vorgesehen, bevor das Brückenteil nach Flensburg weitergeführt wird. Vor Ort in Kiel bleiben während der Maßnahme Ausweichrouten für den Fuß- und Radverkehr bestehen. Die provisorische Ersatzbrücke bleibt nach Angaben der Stadt zunächst in Betrieb, ist jedoch schmaler und für Fahrräder und Elektrokleinfahrzeuge eingeschränkt geeignet.

Mit dem Ausbau der Konstruktion endet ein weithin sichtbares Ingenieurbauprojekt an der Kieler Förde. Die Stadt Kiel prüft parallel Varianten für eine dauerhafte Querung an der Hörn. Eine Machbarkeitsstudie soll noch in diesem Jahr vorgelegt werden. Konkrete Zeitpläne und Finanzierungsentscheidungen für einen Neubau stehen aus.

Die Entscheidung verbindet Sicherheits- und Haushaltsaspekte mit Fragen der Nachnutzung. Statt einer Verschrottung soll das markante Bauteil in Flensburg eine neue, stationäre Aufgabe erhalten. Für Kiel bleibt die zentrale Aufgabe, eine verlässliche und barrierefreie Verbindung am innerstädtischen Hafen sicherzustellen. Die Verwaltung kündigte an, über Sperrungen, Bauabläufe und den Fortschritt der Demontage fortlaufend zu informieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk