Kultur

Kinofest lockt über zwei Millionen Besucher und krönt den Kinosommer 2026

Am 12. und 13. September 2026 zählten die Veranstalter von Das Kinofest 2,08 Millionen Kinobesuche in Deutschland. Der Sonntag war laut Auswertung der stärkste Kinosonntag seit 2003.

Das Kinofest am 12. und 13. September 2026 hat in Deutschland einen neuen Besucherrekord erzielt. Nach Angaben der Verbände HDF Kino und AllScreens wurden an dem Wochenende 2,08 Millionen Tickets verkauft. Der Sonntag erreichte mit 1,12 Millionen verkauften Karten den stärksten Kinosonntag seit der Weihnachtswoche 2003. Die Verbände berufen sich bei den Auswertungen auf Comscore; die Zahlen wurden am 14. September 2026 veröffentlicht.

Gegenüber dem Kinofest-Wochenende des Vorjahres entspricht dies einem Plus von 26 Prozent. Die Veranstalter sprechen von einem flächendeckenden Erfolg: Bundesweit beteiligten sich mehrere Hundert Kinos, von Filmkunsthäusern bis zu großen Multiplexen. Neben stark gefragten Neustarts und Familienfilmen hätten vielerorts auch Sonderaktionen und moderierte Vorstellungen zusätzliche Publikumsimpulse gesetzt. Die Rekordwerte werden in der Branche als sichtbarer Schlusspunkt eines lebhaften Kinosommers 2026 gewertet.

Zugleich mahnen Betreiber von Arthouse-Kinos und Programmkinos zur Einordnung. Ein einzelnes Festwochenende schaffe Aufmerksamkeit und senke durch Sonderpreise die Zugangsschwelle, begründe aber noch keine dauerhafte Routine. Entscheidend sei, ob sich die erhöhte Nachfrage in den Herbst hinein verstetigen lasse. Dabei kämen Kuratierung, Schwerpunktreihen und lokale Vermittlungsarbeit ebenso ins Spiel wie verlässliche Rahmenbedingungen durch Politik und Förderinstitutionen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt die anstehende Reform des Filmförderungsgesetzes für die Kinos zusätzliche Bedeutung. Branchenvertreter sehen in den aktuellen Zahlen ein Argument, den Kinobetrieb als kulturellen Ort auch jenseits von Großstädten dauerhaft zu stärken. Diskutiert werden unter anderem gezielte Investitionszuschüsse für Modernisierung, Anreize für vielfältige Programmgestaltung sowie Unterstützung bei Energiekosten und Personalentwicklung. Befürworter betonen, dass solide Grundfinanzierung und Planungssicherheit nötig seien, damit Erfolge wie das Kinofest Wirkung über den Einmalanlass hinaus entfalten.

Unstrittig ist: Die Messwerte vom September 2026 belegen eine hohe Publikumsbereitschaft, wenn Angebot, Preis und Anlass zusammenpassen. Ob daraus eine nachhaltige Trendwende wird, bleibt offen. Kettenbetreiber und unabhängige Häuser verweisen übereinstimmend darauf, dass der weitere Verlauf von Startterminen im vierten Quartal, von lokaler Marketingarbeit und von politischen Entscheidungen abhängt. Die Rekordzahlen liefern der Branche dafür eine starke Ausgangsposition – und setzen den Maßstab für die kommenden Monate.

Redakteurin: Celestina Fuentes (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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