Thüringen

Klinikum Suhl probt Massenanfall im Glaswerk Schleusingen

Im Glaswerk Schleusingen hat das SRH Zentralklinikum Suhl eine groß angelegte Notfallübung mit dem Szenario einer Verpuffung durchgeführt. Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz und Polizeiinspektion Hildburghausen waren eingebunden.

Im Glaswerk Schleusingen hat das SRH Zentralklinikum Suhl am 30. August 2026 eine groß angelegte Notfallübung absolviert. In einem leerstehenden Hallenteil der Wiegand-Glas Betriebsstätte wurde das Szenario einer Verpuffung mit zahlreichen Verletzten nachgestellt. Ziel war es, unter Realbedingungen Sichtung, Behandlung und Transport zu erproben sowie Alarm- und Kommunikationswege zwischen Leitstellen, Klinik und örtlicher Einsatzführung zu überprüfen.

Nach Angaben der Organisatoren war die Übung Bestandteil eines Refresher-Kurses für Leitende Notärztinnen und Notärzte (LNA) sowie Organisatorische Leiter Rettungsdienst (OrgL). Notfalldarstellerinnen und Notfalldarsteller übernahmen unterschiedliche Verletztenrollen, um Triage, Dokumentation und kliniknahe Abläufe realitätsnah zu testen. Parallel wurden die Abstimmung zwischen Einsatzabschnitten, die Zuweisung von Transportkapazitäten und die Ansteuerung von Behandlungskapazitäten im SRH Zentralklinikum Suhl durchgespielt.

Eingebunden waren die regionalen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz und die Polizeiinspektion Hildburghausen. Die Einsatzkräfte probten unter anderem die Zusammenarbeit bei der Erstversorgung, die Einrichtung eines Behandlungsplatzes, die funktechnische Verbindung mit der Leitstelle und die Übergabe an die Klinik. Ein Schwerpunkt lag auf klaren Führungsstrukturen, standardisierten Sichtungsalgorithmen und der lückenlosen Dokumentation vom Ereignisort bis zur Notaufnahme.

Die Organisatoren betonten, dass es sich um eine geplante Übung handelte und keine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Reale Verletzte außerhalb des Übungsszenarios gab es nicht. Für den Betreiber der Betriebsstätte, Wiegand-Glas, sind derartige Übungen zudem eine Möglichkeit, interne Alarm- und Evakuierungspläne auf den Prüfstand zu stellen und die Schnittstellen zu externen Kräften zu schärfen.

Die Nachbereitung erfolgt in strukturierten Auswertungen und Nachbesprechungen. Dabei sollen Stärken und Schwachstellen der Alarmketten, der Kommunikation sowie der Transportkoordination identifiziert und konkrete Maßnahmen abgeleitet werden. Die Ergebnisse fließen nach Angaben der Veranstalter in künftige Fortbildungen und in die Einsatzplanung ein. Für den Landkreis Hildburghausen bietet die Übung Hinweise, wie Ressourcen im Falle eines Massenanfalls von Verletzten effizient gebündelt werden können und welche Anpassungen auf Ebene der Zusammenarbeit von Rettungsdienst, Kliniken und Gefahrenabwehr sinnvoll sind.

Mit Blick auf die Industrie- und Verkehrsinfrastruktur in Südthüringen sehen die Beteiligten in regelmäßig wiederholten Lagen einen wesentlichen Beitrag zur Resilienz. Wann die nächste groß angelegte Übung in der Region ansteht, soll nach Abschluss der Auswertung festgelegt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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