Rheinland-Pfalz

Koblenz stellt Pläne für neue Synagoge vor – Baubeginn 2027

Jüdische Kultusgemeinde Koblenz und Stadt präsentieren den Standort Weißer Gasse und avisieren den Start der Bauarbeiten für März 2027. Bund und Land sagen Fördermittel zu, weitere Beiträge sollen von Stadt, Zentralrat und Förderverein kommen.

Die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz und die Stadt Koblenz haben konkrete Pläne für eine neue Synagoge in der Weißer Gasse vorgestellt. Nach derzeitigem Stand soll der Bau im März 2027 beginnen. Das Projekt umfasst eine Synagoge mit angeschlossenem Gemeindezentrum und soll den bisherigen provisorischen Gebetsraum in der Trauerhalle des Jüdischen Friedhofs im Stadtteil Rauental ablösen.

Zur Finanzierung liegen den Beteiligten zufolge Förderzusagen von Bund und Land vor. Darüber hinaus sollen sich die Stadt Koblenz, der Zentralrat der Juden, die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz sowie der Förderverein „Neue Synagoge für Koblenz“ beteiligen. Eine endgültige Kostenaufstellung und die präzise Mittelverteilung sind noch in Arbeit.

Die ausgewählte Fläche in der Weißer Gasse liegt in der historischen Innenstadt. Planer und Gemeinde betonen, das Vorhaben solle nicht nur Raum für Gottesdienste schaffen, sondern jüdisches Leben in Koblenz sichtbar in die Stadtmitte zurückholen. Das Gebäude ist als offener Ort mit religiösen, kulturellen und gemeindlichen Funktionen konzipiert.

Mehrere Verfahrensschritte stehen noch aus. Die Baugenehmigung, detaillierte Leistungsbeschreibungen und Sicherheitskonzepte werden derzeit zwischen den zuständigen Stellen abgestimmt. Mit dem Zeitplan verknüpft sind europaweite Ausschreibungen und Vergaben. Haushaltsrechtliche Beschlüsse der Stadt sowie Mittelanmeldungen sind in Ratsunterlagen dokumentiert; der Koblenzer Stadtrat begleitet die Vorbereitung.

Nach Angaben der Gemeinde bleibt der provisorische Standort im Rauental bis zur Fertigstellung in Betrieb. Für die Bauphase wird mit Auflagen zum Lärm- und Denkmalschutz gerechnet. Das Projekt ist in Rheinland-Pfalz politisch und zivilgesellschaftlich breit unterstützt; der Förderverein betreibt seit Jahren Öffentlichkeitsarbeit für den Neubau.

Hintergrund: Die Jüdische Kultusgemeinde Koblenz besteht seit der Nachkriegszeit wieder kontinuierlich und zählt heute Mitglieder aus Koblenz und dem Umland. Mehrere Anläufe zur Standortsuche und Finanzierung führten nun zur Festlegung auf die Weißer Gasse. Die aktuelle Terminplanung ist ein Zwischenschritt; sie hängt von Genehmigungen, Ausschreibungsergebnissen und Bauwirtschaft ab. Die Beteiligten äußern sich zuversichtlich, weisen aber darauf hin, dass Zeit- und Kostenrahmen bis zum Baubeginn weiter konkretisiert werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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