Auf der Insel Usedom schließen zunehmend gastronomische Betriebe oder suchen neue Betreiber. Der Norddeutsche Rundfunk hat am 28. Oktober 2026 darüber berichtet und mehrere aktuelle Fälle zusammengetragen. Betroffene Gastronomen nennen vor allem anhaltenden Fachkräftemangel, gestiegene Energie- und Warenkosten sowie höhere Personalkosten als Hauptursachen. Zusätzlich dämpft eine vorsichtigere Ausgabebereitschaft der Gäste die Umsätze.
Die Lage trifft eine Region, deren Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt. In der Nebensaison lassen sich große Häuser oft nur mit Mühe wirtschaftlich betreiben, zumal höhere Pachten und Fixkosten die Kalkulation belasten. In Orten wie Zinnowitz berichten Betreiber von verkürzten Öffnungszeiten und reduzierten Karten, um Personalengpässe und Kostenanstiege abzufedern. Für Einheimische und Urlauber dünnt das Angebot spürbar aus, was die Attraktivität einzelner Lagen in Mecklenburg-Vorpommern zusätzlich unter Druck setzen kann.
Der Branchenverband DEHOGA Mecklenburg-Vorpommern bestätigt in seiner jüngsten Saisonbilanz einen erheblichen wirtschaftlichen Druck. Betriebe nennen dort Personal-, Energie- und Warenkosten als größte Belastungen, verbunden mit rückläufigen Umsätzen im Vergleich zu früher als stabil geltenden Saisons. Aus Branchenkreisen heißt es, die Kombination aus Kostenanstieg und Personalnot lasse weniger Spielräume für Investitionen, Modernisierungen oder längere Öffnungszeiten.
Auch kommunale Unterlagen zeigen die strukturellen Spannungen. Das Amt Usedom-Nord verweist in Berichten zur örtlichen Finanzplanung darauf, dass die starke Saisonalität Risiken für Betriebe und Gemeinden birgt. Wenn die Sommermonate die steigenden Fixkosten nicht mehr ausgleichen, geraten gerade mittelgroße Häuser unter Druck. Die Kurverwaltung Zinnowitz ordnet die Herausforderungen in den allgemeinen Kostenanstieg und die Abhängigkeit vom Tourismus ein.
Als mögliche Reaktionen werden in den Gesprächen der Betriebe und in Verbandsbeiträgen genannt: gezieltere Personalgewinnung und -bindung, Anpassungen von Öffnungszeiten und Betriebsgrößen, Kooperationen zwischen Häusern sowie neue Betreibermodelle. Politische Optionen reichen von Förderprogrammen über schnellere Verfahren zur Beschäftigung internationaler Fachkräfte bis zu kommunalen Initiativen zur Senkung laufender Kosten. Diese Ansätze gelten als diskutiert, sind jedoch bislang regional unterschiedlich umgesetzt.
Fakt ist: Mehrere Restaurants auf Usedom haben in diesem Jahr geschlossen oder orientieren sich neu. Als Ursachen werden Fachkräftemangel und gestiegene Kosten durchgängig genannt. Einschätzungen zu künftigen Folgen für Angebot, Beschäftigung und Preise bleiben eine Prognose und hängen von der weiteren Kostenentwicklung, der Nachfrage und den politischen Entscheidungen ab. Der Norddeutscher Rundfunk, die Ostsee-Zeitung und kommunale Stellen berichten übereinstimmend über die aktuelle Zuspitzung.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).