Der Kreis Ahrweiler hat am 28. September 2026 einen Sachstandsbericht zur Schulsozialarbeit veröffentlicht. Zentrales Thema ist die Finanzierung zeitlich befristeter Stellen an Gymnasien, die nach der Flutkatastrophe 2021 aufgebaut wurden. Nach Angaben der Kreisverwaltung laufen einzelne Verträge in den kommenden Monaten aus; ohne neue Finanzierungsquellen drohen Lücken im Angebot.
Laut Kreisverwaltung wurden die zusätzlichen Stellen an weiterführenden Schulen überwiegend über Drittmittel, Spenden und befristete Landeszuwendungen getragen. Die Erweiterung diente der Bewältigung psychosozialer Belastungen nach der Flut und erfolgte auch an Gymnasien in Trägerschaft des Kreises. In den Verwaltungsunterlagen werden das Are-Gymnasium und das Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler als Standorte mit erhöhtem Unterstützungsbedarf genannt.
Das Land Rheinland-Pfalz hatte nach Darstellung des Kreises Programme aufgelegt, die befristet auch Gymnasien berücksichtigten. Eine dauerhafte Landesförderlinie für Schulsozialarbeit an Gymnasien besteht demnach jedoch nicht. Der Kreistag berät deshalb über kommunale Optionen. Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Verstetigung eingebracht, der im Jugendhilfeausschuss aufgegriffen wurde. Konkrete Beschlüsse liegen nach heutigem Stand nicht vor; weitere Vorlagen werden für die nächsten Sitzungen angekündigt.
Kurzfristig hat die Kreisverwaltung Ahrweiler Mittel umgewidmet und Spenden eingesetzt, um Übergänge zu überbrücken. Ziel ist, die Angebote über das Ende des Schuljahres 2025/2026 hinaus zu sichern. Dafür prüft der Kreis die Abstimmung mit dem Land und mögliche Zielvereinbarungen. Ob und in welchem Umfang Eigenmittel bereitgestellt werden können, hängt von den laufenden Haushaltsberatungen ab.
Schulsozialarbeit gilt als Schnittstelle zwischen Schule, Jugendhilfe und Eltern. Sie umfasst Beratung in Krisenlagen, Präventionsarbeit und Unterstützung bei Konflikten. Nach Einschätzung der Kreisverwaltung würde ein Wegfall befristeter Stellen die Betreuungskapazitäten an den betroffenen Gymnasien reduzieren. Die Entscheidung über dauerhafte Strukturen liegt nun beim Kreistag und hängt von landespolitischen Weichenstellungen ab. Zuständigkeiten, Fristen und Varianten der Finanzierung sind in den amtlichen Vorlagen dokumentiert.
Mit dem Sachstandsbericht legt der Kreis Ahrweiler damit den aktuellen Handlungsbedarf offen: Ohne eine verlässliche Regelung auf Landes- oder Kreisebene bleibt die Schulsozialarbeit an Gymnasien von Übergangsfinanzierungen abhängig. Die politische Debatte über Zuständigkeiten und eine mögliche Nachsteuerung in Rheinland-Pfalz ist eröffnet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).