Baden-Württemberg

Kreisjugendkonferenz in Radolfzell stärkt Beteiligung junger Menschen

Rund 50 Jugendliche aus dem Landkreis Konstanz haben am 23. Oktober in Radolfzell über Mobilität, Treffpunkte, SMV und Klimaschutz diskutiert und den direkten Austausch mit Politik und Verwaltung gesucht.

In Radolfzell haben sich am 23. Oktober 2026 rund 50 Jugendliche aus dem Landkreis Konstanz zur Kreisjugendkonferenz getroffen. In der Gerhard-Thielcke-Realschule trainierten sie Gesprächs- und Argumentationstechniken, kamen in thematischen Gruppen zusammen und suchten auf einer Politikmesse den direkten Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kreispolitik und Verwaltung. Ziel war, Anliegen aus Schulen, Jugendverbänden und Jugendvertretungen zu bündeln und konkrete nächste Schritte anzustoßen.

Organisiert wurde die Konferenz vom Kreisjugendreferat des Landkreises Konstanz in Kooperation mit dem Regionalen Demokratiezentrum sowie lokalen Jugendorganisationen. Im Mittelpunkt standen vier Themenfelder: Mobilität im ländlichen Raum, Treffpunkte für junge Menschen, die Stärkung der Schülermitverantwortung sowie Klimaschutz vor Ort. In einem Format unter dem Titel „Demokratie-Fitness-Training“ übten die Teilnehmenden, zuzuhören, Positionen zu vertreten und Kompromisse auszuloten. Auf der Politikmesse gaben Verantwortliche aus Kommunalverwaltung und Kreispolitik Rückmeldungen und skizzierten Verfahren, mit denen Vorschläge in Gremien eingebracht werden können.

Nach Angaben der Organisatoren ist die Konferenz Teil einer längerfristigen Strategie zur Jugendbeteiligung im Landkreis. In den vergangenen Jahren wurden entsprechende Formate erprobt und ausgebaut, darunter kreisweite Konferenzen und Initiativen zum Jugendkreisrat. Der aktuelle Termin knüpft daran an und soll Ergebnisse in bestehende Strukturen überführen.

Konkrete Beschlüsse oder finanzielle Zusagen wurden auf der Tagung nicht gefasst. Festgehalten wurden jedoch Forderungen der Jugendlichen, etwa nach besser vernetzten SMV-Strukturen, sicheren Treffpunkten und ergänzenden Mobilitätsangeboten am Abend und an Wochenenden. Zuständigkeiten und mögliche Finanzierungen liegen je nach Thema bei Gemeinden, dem Landkreis oder den Schulträgern. Die Kooperationspartner kündigten an, die gesammelten Punkte zu dokumentieren und in Folgeformaten – etwa im Jugendkreisrat oder in Gesprächen mit Schulen und Verwaltungen – weiterzuverfolgen.

Die Kreisjugendkonferenz fügt sich in eine landesweite Förderung demokratischer Kompetenzen und Beteiligung ein, die Baden-Württemberg seit 2023 verstärkt. Für den Landkreis Konstanz steht nun die Übertragung der formulierten Anliegen in Verwaltungsabläufe und politische Gremien an. Damit verknüpft sind Interessen verschiedenster Akteure: Jugendliche fordern sichtbare Verbesserungen im Alltag, Kommunen und Kreis prüfen Rechtslage, Finanzierung und Zuständigkeiten. Unabhängig vom Ausgang einzelner Vorhaben vernetzte die Konferenz Akteure und schuf einen strukturierten Kanal für Rückmeldungen zwischen jungen Menschen, Politik und Verwaltung im Kreis Konstanz.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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