Das Trauerbegleitungsprojekt Lacrima für Kinder, Jugendliche und ihre Bezugspersonen wird 2026 an mehreren Standorten in Deutschland erweitert. Nach Angaben der Johanniter-Unfall-Hilfe und beteiligter Projektträger werden zusätzliche Gruppenplätze geschaffen und Ehrenamtliche qualifiziert. Laufende Angebote wie in Tübingen, das im Dezember 2023 gestartet ist, werden fortgeführt; für die Region Rhein-Main ist ein Ausbauprojekt ausgewiesen. Für Cottbus ist ein Ehrenamtskurs zur Vorbereitung weiterer Begleitungen für Januar 2027 angekündigt.
Lacrima richtet sich an Minderjährige, die den Tod eines nahen Menschen erlebt haben. Das Angebot umfasst regelmäßige altersgerechte Trauergruppen, Einzelberatungen sowie die Einbeziehung von Eltern oder anderen Bezugspersonen in einem fachlich geschützten Rahmen. Die Teilnahme ist nach Angaben der Träger kostenfrei. Ein Großteil der Arbeit wird von qualifizierten Ehrenamtlichen getragen, die spezifische Fortbildungen durchlaufen; Finanzierung und Qualifizierung erfolgen über Spenden und Fördermittel.
Die Johanniter betonen, dass Kinder und Jugendliche Trauer anders ausdrücken als Erwachsene. Entsprechend setzen die Gruppen auf Methoden, die sich am Alter orientieren – etwa Spiel, kreatives Gestalten und angeleitete Gespräche. Ziel ist es, Gefühle zu benennen, Sicherheit zu geben und Alltagsstabilität zu unterstützen. Fachliche Leitlinien der Kinder- und Jugendtrauerbegleitung sehen zudem eine enge Abstimmung mit den Bezugspersonen vor.
Mit dem Ausbau wächst die Zahl erreichbarer Plätze und Ansprechpartner. Schulen und Jugendämter erhalten damit in Akutfällen zusätzliche Kooperationsmöglichkeiten; zugleich weisen die Träger darauf hin, dass regionale Lücken bestehen bleiben können und die Nachfrage mancherorts das Angebot übersteigt. Die weitere Entwicklung hängt von verfügbaren Fördermitteln, dem Spendenaufkommen und der Gewinnung qualifizierter Ehrenamtlicher ab.
Lacrima ist kein einheitlicher staatlicher Dienst, sondern wird regional von der Johanniter-Unfall-Hilfe und Partnern unter demselben Projektnamen angeboten. Struktur und Inhalte orientieren sich an etablierten Standards der Trauerbegleitung, die von den Einrichtungen je nach Standort umgesetzt werden. Konkrete Termine und neue Kursangebote veröffentlichen die jeweiligen Regionalverbände und beteiligten Stiftungen fortlaufend. Angekündigte Vorhaben – wie der Ehrenamtskurs in Cottbus im Januar 2027 – sind Planungen und stehen unter dem Vorbehalt ausreichender Ressourcen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).