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Land baut Radweg an der L 50 zwischen Dreis und Bruch

Am 29. August 2026 startet der Bau eines 3,9 Kilometer langen Geh- und Radwegs an der Landesstraße 50. Der Landesbetrieb Mobilität schließt damit die seit Jahren kritisierte Lücke zwischen Dreis und Bruch.

Der Landesbetrieb Mobilität beginnt am 29. August 2026 den Bau eines Geh- und Radwegs an der Landesstraße 50 zwischen Dreis und Bruch in der Eifel. Der Baubeginn markiert den Lückenschluss zwischen bestehenden Routen und soll eine seit Langem als riskant eingestufte Strecke vom Radverkehr entflechten. Regionalsender berichteten am Samstag über den Start der Arbeiten.

Nach Angaben des Landesbetrieb Mobilität entstehen auf rund 3,9 Kilometern getrennte Geh- und Radflächen, mehrere Brückenbauwerke sowie asphaltierte Zuwegungen. Das Land Rheinland-Pfalz trägt die Finanzierung; die Planung liegt beim Landesbetrieb. Baurecht besteht seit Anfang 2025. Das Vorhaben war im September 2024 in das Bauprogramm des Landes aufgenommen worden.

Vor Ort war die Forderung nach einer sicheren Verbindung seit Jahrzehnten präsent. Entlang der kurvigen Landesstraße 50 berichten Anwohnende von gefährlichen Situationen durch Mischverkehr und Schwerverkehr. Kommunen und Verbände erwarten zugleich touristische Impulse, weil der Abschnitt Verbindungen zum Salmradweg und zum Kyllradweg verbessert und damit bestehende Netze in der Region dichter knüpft.

Widerspruch kam 2024 vom Rechnungshof Rheinland-Pfalz. In seinem Jahresbericht beanstandete er, dass für das Projekt weder belastbare Unfalldaten mit Radbeteiligung noch systematische Zählungen des Radverkehrs vorlagen, und ordnete den Aufwand im Landesvergleich als hoch ein. Der Rechnungshof forderte, Bedarf und Gefahrenlagen präzise zu belegen, die Wirtschaftlichkeit darzulegen und sicherheitstechnische Details der Trasse zu optimieren. Die Landesregierung sagte daraufhin Nachprüfungen und Anpassungen zu; das Parlament hielt am Programm fest.

Für die Umsetzung kündigt der Landesbetrieb Mobilität eine sicherheitsorientierte Linienführung an. Steigungen und Kurvenradien sollen so gewählt werden, dass auch Radfahrende mit Lastenrädern und E-Bikes die Strecke gut nutzen können. Zugleich sollen Eingriffe ins Umfeld begrenzt bleiben; Schutzgüter wie Biotope, die Salm und Fledermauslebensräume werden nach Behördenangaben berücksichtigt.

Kurzfristig rechnen die beteiligten Kommunen mit spürbaren Verbesserungen für Alltagsverbindungen und Schulwege sowie mit einem ordentlichen Baubeginn als Signal nach jahrelanger Planung. Mittel- bis langfristig bleibt die Frage der Wirkung und Wirtschaftlichkeit auf der Agenda: Der Rechnungshof Rheinland-Pfalz hat weitere Nachweise angekündigt. Für die Region bedeutet der Start der Arbeiten dennoch einen sichtbaren Ausbau des Radwegenetzes in Rheinland-Pfalz und ein Ende der bisherigen Lücke zwischen Dreis und Bruch.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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