Aktuell

Länder fordern vom Bund Ausgleich für gestiegene Trassenpreise nach Verkehrsministerkonferenz in Hohenschwangau

Bei der Verkehrsministerkonferenz am 21. und 22. Oktober 2026 in Hohenschwangau forderten die Länder den Bund auf, die durch höhere Trassenpreise entstehenden Mehrkosten kurzfristig zu kompensieren und einen verbindlichen Reformprozess für das Trassenpreissystem einzuleiten.

Kurzmeldung

Die Verkehrsministerkonferenz der Länder hat am 21. und 22. Oktober 2026 in Hohenschwangau einen dringenden Appell an den Bund gerichtet: Die Länder verlangen eine kurzfristige und vollständige Kompensation der durch die jüngsten Entscheidungen im Trassenpreissystem entstehenden Mehrkosten, um Abbestellungen im Regionalverkehr zu verhindern. Als Gastgeber machte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter deutlich, dass ohne Ausgleich ein Teufelskreis drohe: sinkende Zugzahlen erhöhen die Trassenpreise pro Zugkilometer, was den Regionalverkehr verteuere und weitere Angebotskürzungen nach sich ziehen könne. Die Konferenz fordert deshalb nicht nur Ausgleichszahlungen, sondern auch einen verbindlichen Bund-Länder-Prozess zur grundlegenden Reform des Trassenpreissystems.

Im Verlauf der Beratungen wurde auch die Rolle der sogenannten Schienenmaut thematisiert: Die Länder sehen die Kostenverteilung zwischen Infrastrukturbetreiber, Bund und regionalen Aufgabenträgern in Frage gestellt und warnen vor Konsequenzen für Fahrgäste und Klimaziele. Vertreter mehrerer Ministerien und Verkehrsverbände betonten, dass ein Ansteigen der Trassenpreise die Attraktivität des ÖPNV gegenüber dem Auto schwächen könnte.

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger nahm an der Konferenz teil und signalisierte Gesprächsbereitschaft; er wies jedoch auf die Notwendigkeit strukturierter Reformschritte hin, statt sofortiger dauerhafter Zusagen. Die Länder haben die Erwartung formuliert, dass der Bund kurzfristig Planungssicherheit schafft und zugleich mittelfristig klare Haushaltssignale für den Schienenpersonennahverkehr sendet.

Als unmittelbare Option nannten die Konferenzteilnehmenden flankierende Ausgleichszahlungen, um Leistungskürzungen zu verhindern; langfristig sei eine Neugestaltung der Finanzierungs- und Preisregelungen nötig. Die VMK kündigte einen intensiven Verhandlungsfahrplan mit dem Bund für die kommenden Wochen an, um handfeste Vereinbarungen zu erzielen und Versorgungslücken im Regionalverkehr zu vermeiden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk