Die Landesgartenschau in Bad Nenndorf ist am 18. Oktober 2026 nach 173 Tagen zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter fiel die Bilanz besser aus als erwartet: Die Besucherzahlen lagen über den Planwerten. Konkrete Endzahlen werden nach der finalen Prüfung und Abrechnung vorgelegt; in regionalen Zwischenberichten war von deutlich über 700.000 Besuchen die Rede. Die Stadtverwaltung spricht von einem erfolgreichen Verlauf und kündigt an, zentrale Elemente auf dem historischen Kurparkgelände dauerhaft zu sichern.
Im Fokus der Nachnutzung stehen gestaltete Wege, neue Aufenthaltsorte und Teile der Gartenanlagen. Nach Darstellung der Organisatoren soll dies die Aufenthaltsqualität im Kurpark erhöhen, den Tourismus stärken und zusätzliche Freizeitflächen im Stadtgebiet schaffen. Welche Flächen auf Dauer erhalten bleiben und wie ihre Pflege finanziert wird, erarbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Veranstaltungsleitung in einem Nachnutzungskonzept.
Zur finanziellen Lage liegen abschließende Zahlen noch nicht vor. Üblicherweise folgen nach Großveranstaltungen eine detaillierte Abschlussrechnung sowie die Abrechnung von Fördermitteln. Auch in Bad Nenndorf prüfen die Verantwortlichen in den kommenden Monaten Investitionen, laufende Unterhaltungskosten und mögliche Entlastungen durch Drittmittel. Erfahrungen aus früheren Landesgartenschauen zeigen, dass städtebauliche und touristische Effekte nicht zwangsläufig mit Überschüssen in der Jahresbilanz einhergehen; die Bewertung hängt maßgeblich von Pflegeaufwand und Auslastung der neuen Angebote ab.
Der Kurpark in Bad Nenndorf, der während der Schau als 34 Hektar umfassendes Kernareal diente, war Veranstaltungsort für vielfältige Programmpunkte. Die Veranstalter betonen neben der hohen Resonanz die Breite des Angebots über die gesamte Laufzeit. Aussagen zu wirtschaftlichen Details und zu erwarteten Effekten auf Tourismus und Stadtentwicklung sind bis zur Vorlage der Abschlussdokumente als vorläufig einzustufen.
Die Veranstaltungsleitung will zeitnah die endgültigen Besucherzahlen und eine Abschlussrechnung veröffentlichen sowie das Nachnutzungskonzept der Öffentlichkeit vorstellen. Im Landkreis Schaumburg richtet sich der Blick nun auf die praktische Umsetzung: Welche Flächen werden dauerhaft geöffnet, wie werden Pflege und Unterhaltung organisiert, und wie lässt sich die überregionale Sichtbarkeit für Bad Nenndorf und die Region Niedersachsen verstetigen? Fest steht: Der Abschluss markiert den Übergang von der temporären Schau zur dauerhaften Nutzung im städtischen Grün.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).