Ein Trauerakt für Josef Deimer fand am 22. September 2026 im Rathausprunksaal von Landshut statt; Teilnehmer waren neben Angehörigen Vertreter der Stadt, frühere Weggefährten und Vertreter des Bayerischen Städtetags. Deimer war am 12. August 2026 im Alter von 90 Jahren gestorben. Der heutige Anlass stellte das kommunalpolitische Lebenswerk des Mannes in den Mittelpunkt, der die Geschicke der Stadt über 35 Jahre als Oberbürgermeister lenkte und weit darüber hinaus als Stimme der Städte in Bayern wirkte.
Josef Deimer wurde 1970 mit 33 Jahren zum Oberbürgermeister von Landshut gewählt und blieb in diesem Amt mehr als drei Jahrzehnte. Unter seiner Leitung wurden zentrale Infrastrukturprojekte umgesetzt, darunter das Klinikum und die Verkehrsberuhigung der historischen Altstadt, an die heute der nach ihm benannte Josef-Deimer-Tunnel erinnert. Seine Amtszeit war geprägt von einer aktiven Stadtentwicklung, einem ausgeprägten Engagement für soziale und bildungspolitische Anliegen sowie wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit Landespolitikern, wenn es um die Interessen der Kommune ging.
Landespolitisch trat Deimer als Vorsitzender des Bayerischen Städtetags hervor; in dieser Funktion setzte er sich für kommunale Selbstverwaltung und für eine stärkere finanzielle Ausstattung der Städte ein. In einer schriftlichen Würdigung nannte Ministerpräsident Markus Söder Josef Deimer „einen der prägendsten Kommunalpolitiker in der Geschichte des Freistaats“. Mehrere bayerische Behörden und kommunale Organisationen zollten dem Verstorbenen in Pressemitteilungen Respekt und Dank für seine Verdienste.
Der Trauerakt am 22. September wurde von Redebeiträgen begleitet, die Tatsachen, Zuschreibungen und persönliche Erinnerungen trennten: Es wurden benannt, welche konkreten Projekte Deimer initiiert oder begleitet hatte, zugleich kamen Weggefährten zu Wort, die sein Durchsetzungsvermögen und seine Verbundenheit mit Landshut hervorhoben. Aussagen über Deimers Bedeutung für die kommunale Politik wurden als Bewertungen ausgewiesen und nicht mit prognostischen Formulierungen vermischt.
Die Würdigung brachte auch Debatten über die politische Praxis jener Jahrzehnte zur Sprache: Neben Lob für stadtplanerische Erfolge wurde erinnert, dass manche Entscheidungen umstritten gewesen seien und politischen Widerstand ausgelöst hätten. Die heute dokumentierten Erinnerungen und offiziellen Mitteilungen schaffen eine belegte Grundlage für die Einschätzung Deimers als prägende Figur der bayerischen Kommunalpolitik, ohne historische oder rechtliche Bewertungen darüber hinaus vorzuziehen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).