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Lange Wartezeiten auf Facharzttermine in Oberfranken

Patientinnen und Patienten aus mehreren Landkreisen in Oberfranken melden deutlich längere Wartezeiten auf Facharzttermine. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern verweist auf altersbedingt sinkende Kapazitäten und regionale Unterversorgung.

Kurzmeldung

Am 22. Oktober 2026 berichten Patientinnen und Patienten aus mehreren Landkreisen in Oberfranken von deutlich verlängerten Wartezeiten auf Termine bei Dermatologie, Augenheilkunde und Orthopädie. Nach übereinstimmenden Rückmeldungen an lokale Medien und Verwaltungen reichen die Fristen von mehreren Wochen bis zu Monaten. Betroffen sind gesetzlich und privat Versicherte; die Belastung wird bei Kassenpatientinnen und Kassenpatienten besonders stark wahrgenommen.

Als zentrale Ursachen nennen regionale Stellen eine alternde Ärzteschaft, ländliche Niederlassungsstrukturen und einen steigenden Behandlungsbedarf. Der Landkreis Coburg verweist in Sitzungsunterlagen auf einen hohen Anteil niedergelassener Ärztinnen und Ärzte über 60 Jahre und erwartet zusätzliche Versorgungsengpässe. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) betont, die Terminservicestelle 116117 vermittle weiterhin kurzfristig Termine, die regional unterschiedliche Facharztdichte führe jedoch zu längeren Anfahrtswegen und Wartezeiten.

Zahlen aus landes- und bundesweiten Auswertungen zeichnen ein uneinheitliches Bild. Nach Angaben des Deutschen Ärzteblatts lag die mittlere Wartezeit für gesetzlich Versicherte 2024 bei rund fünf Wochen. Der Virchowbund berichtet zugleich, drei Viertel der Patientinnen und Patienten erhielten innerhalb eines Monats einen Termin. Die Spannbreite erklärt sich durch unterschiedliche Methoden, Datengrundlagen und den Einbezug kurzfristiger Vermittlungen über die 116117.

Für die Versorgung vor Ort bedeutet dies, dass Hausärztinnen und Hausärzte ihre Filterfunktion weiter ausfüllen und teils zusätzliche Koordination übernehmen müssen. Die KVB versucht, mit Ausschreibungen für Vertragsarztsitze und Niederlassungsanreizen Lücken zu schließen. Aufgrund der Altersstruktur und der Vorlaufzeiten für Praxisübernahmen sind kurzfristig jedoch nur begrenzte Effekte zu erwarten.

Aus Patientensicht empfehlen die Akteure, bei dringlichen Anliegen frühzeitig die Terminservicestelle 116117 oder die Hausarztpraxis zu kontaktieren und bei planbaren Behandlungen auch benachbarte Planungsbereiche in Erwägung zu ziehen. Ob sich die Lage in Oberfranken kurzfristig entspannt, hängt vor allem von der Besetzung offener Praxissitze und flankierenden Strukturmaßnahmen ab. Zuständige Behörden, die KVB sowie Auswertungen medizinischer Verbände stützen die geschilderten Befunde; die genaue Dauer individueller Wartezeiten bleibt jedoch je nach Fachrichtung und Ort unterschiedlich.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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