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Lehrermangel: An manchen Schulen fällt Mathe im Schuljahr 2026/27 monatelang aus

Zum Start des Schuljahrs 2026/2027 berichten Schulleitungen und Länder von langem Mathematikunterricht-Ausfall. Gewerkschaften fordern eine starke Vertretungsreserve und transparente Erfassung des Unterrichtsausfalls.

Am 2. November 2026 melden Schulleitungen und Landesbehörden erneut längerfristige Lücken im Mathematikunterricht: An einzelnen Schulen fällt im Schuljahr 2026/2027 über Monate regulärer Unterricht aus. Anlass sind offene Planstellen zu Beginn des Schuljahres, zu geringe Vertretungsreserven und parallel hohe Krankenstände. Mehrere regionale Berichte und Stellungnahmen der Bildungsressorts stützen diese Lageeinschätzung.

Nach Angaben von Schulleitungen trifft der Engpass vor allem Mangelfächer. Besonders betroffen sind die MINT-Fächer, zu denen Mathematik gehört. Die Kultusministerkonferenz verweist seit 2023 in Empfehlungen und Analysen auf den verstärkten Einsatz pensionierter Lehrkräfte, auf Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger sowie auf fachfremd Unterrichtende als kurzfristige Maßnahmen. Diese lindern Ausfälle, ersetzen aber keine dauerhaft besetzten, qualifizierten Stellen.

Die Folgen sind spürbar: Mathematikunterricht lässt sich in aufeinander aufbauenden Jahrgängen kaum verschieben, Wissenslücken wachsen, und Prüfungen erfordern zusätzliche Organisation. Behörden betonen, Abschlüsse würden gesichert; zugleich verweisen sie auf begrenzte Spielräume, wenn Stellen unbesetzt bleiben oder Vertretungen fehlen. Schulleitungen berichten von reduzierten Fachstunden, eingeschränkten Wahlangeboten oder vermehrten Förderstunden in anderen Fächern. Digitale Lernplattformen kommen ergänzend zum Einsatz, ersetzen aber keinen vollqualifizierten Unterricht.

Gewerkschaften und Verbände fordern kurzfristig eine verlässliche Vertretungsreserve zu Schuljahresbeginn, gezielte Fortbildungen für fachfremd Unterrichtende und eine transparente, landesweit vergleichbare Erfassung von Unterrichtsausfall. Mittelfristig nennen Bildungsforscherinnen und -forscher sowie Länderressorts mehr Studienplätze und Einstellungsangebote, attraktivere Arbeitsbedingungen, eine praxisnähere Lehramtsausbildung und flexiblere Beschäftigungsformen. Als strukturelle Treiber gelten demografische Entwicklungen, Pensionierungswellen und rückläufige Studierendenzahlen in Lehramtsfächern.

Die aktuelle Berichterstattung aus mehreren Bundesländern ordnet sich in diese gesamtdeutsche Entwicklung ein. Sie zeigt, dass punktuelle Maßnahmen – etwa kurzfristige Nachsteuerungen während des laufenden Schuljahres – ohne frühzeitige Personalplanung und gezielte Fachkräftegewinnung nicht ausreichen. Für das Schuljahr 2026/2027 bestätigt sich damit ein Muster: In Mangelfächern wie Mathematik verschärfen unbesetzte Stellen und fehlende Vertretungen Lernrisiken, die sich über Jahrgänge hinweg fortschreiben können. Länder kündigen weitere Rekrutierungs- und Qualifizierungsinitiativen an; pädagogische Verbände mahnen zeitnahe, überprüfbare Schritte an, damit der Unterricht im kommenden Schuljahr planbar gesichert ist.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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