Die Deutsche Bahn hat in der Nacht zum 5. November in der S-Bahn-Station Wilhelm-Leuschner-Platz in Leipzig die vierte und damit letzte neue Rolltreppe eingesetzt. Nach Bahnangaben handelt es sich um besonders lange Anlagen von rund 55 Meter Länge, die die tief liegende Station mit der Oberfläche verbinden. Der Einhub markiert einen sichtbaren Fortschritt der laufenden Modernisierung des City-Tunnels, die 2026 mehrere Stationen umfasst.
Der nächtliche Hubvorgang erfolgte nach übereinstimmenden lokalen Berichten am frühen Donnerstagmorgen. Demnach wurde ein mehrere Tonnen schweres Bauteil kontrolliert in die Tiefe gelassen. Die Deutsche Bahn betont, dass der mechanische Einbau nur ein Zwischenschritt ist. Bevor die neuen Anlagen in den Regelbetrieb gehen können, folgen Montage, Tests sowie die Abnahme durch den TÜV. Für diese Arbeiten bleiben einzelne Sperrungen und Umleitungen zeitweise erforderlich.
Die Erneuerung der Rolltreppen ist Teil eines Programms zur Aufwertung des City-Tunnels. Nach Angaben des Unternehmens werden in Summe mehrere Rolltreppen und Aufzüge ausgetauscht, um die Stationen robuster und für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen besser nutzbar zu machen. Während der Bauphasen soll die Erreichbarkeit erhalten bleiben: Mindestens ein Aufzug oder eine Rolltreppe bleibt je Zugang in Betrieb. Fahrgästen wird bei temporären Sperrungen empfohlen, alternativ über den Hauptbahnhof (tief) oder die Station Markt auszuweichen.
Hintergrund der Maßnahme ist die besondere Lage und Tiefe der City-Tunnel-Stationen, die den Einsatz sehr langer Rolltreppen erfordert. Die neuen Anlagen sollen nach Bahnangaben den Wartungsaufwand senken und Ausfälle verringern. Konkrete Termine für die vollständige Inbetriebnahme am Wilhelm-Leuschner-Platz hat die Deutsche Bahn bislang nicht genannt. Sie rechnet damit, die verbleibenden Komponenten nach erfolgreichem Prüfprogramm bis Ende 2026 schrittweise ans Netz zu bringen.
Für Leipzig und die S-Bahn Mitteldeutschland sind die Arbeiten von unmittelbarer Bedeutung: Der City-Tunnel bündelt zentrale Umsteigebeziehungen zwischen Innenstadt und Region. Mit dem Abschluss der Rolltreppen-Einhübe an diesem Knotenpunkt rückt die nächste Projektphase in den Fokus – die funktionsfähige Übergabe an den Betrieb. Bis dahin informieren Stadt und Verkehrsunternehmen fortlaufend über Einschränkungen und Wegführungen in der S-Bahn-Station.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).