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Leitung Grafenrheinfeld–Großgartach verstärkt – mehr Kapazität im Stromnetz

TransnetBW und TenneT melden die Fertigstellung der verstärkten Höchstspannungsachse Grafenrheinfeld–Kupferzell–Großgartach. Die Übertragungskapazität steigt, Engpässe auf der Nord‑Süd‑Route sollen seltener werden.

TransnetBW und TenneT haben am 15. Oktober 2026 die Verstärkung der Höchstspannungsachse Grafenrheinfeld–Kupferzell–Großgartach in Betrieb genommen. Nach Angaben der Netzbetreiber erhöht der Ausbau die Übertragungskapazität der rund 150 Kilometer langen Verbindung zwischen Bayern und Baden‑Württemberg und senkt das Risiko von Netzüberlastungen bei starken Nord‑Süd‑Leistungsflüssen.

Die Arbeiten gehören zum Vorhaben Nr. 20 des Bundesbedarfsplangesetzes. Die Bundesnetzagentur hatte die Planfeststellungsverfahren 2024 abgeschlossen. Laut Projektunterlagen wurde die bestehende Trasse weitgehend weitergenutzt. Notwendig waren unter anderem Mastverstärkungen, neue Seilauflagen, zusätzliche Leiterseile sowie punktuelle Ersatzneubauten und Arbeiten an Umspannwerken. Ziel ist, häufiger auftretende Engpässe auf der Achse zwischen Grafenrheinfeld und Großgartach technisch abzufedern und die Verteilung von Strom aus Wind- und Solaranlagen zu erleichtern.

Die Netzbetreiber führen wiederkehrende Belastungsspitzen als Hauptgrund für die Maßnahme an. Insbesondere bei starken Nord‑Süd‑Flüssen kam es auf Teilabschnitten der Verbindung zu Auslastungen nahe der technischen Grenze. Mit der Verstärkung soll die Leitung mehr Leistung sicher transportieren können und damit den Bedarf an Netzstabilisierungsmaßnahmen und Einspeisemanagement verringern. Konkrete Zahlen zur zusätzlichen Transportkapazität nennen die Unternehmen im ersten Schritt nicht.

Für Anwohner und Kommunen entlang der Trasse waren die Eingriffe sichtbar. Abschnitte wurden baulich erneuert, Maste ertüchtigt und Anlagen an Knotenpunkten angepasst. Nach Behördenangaben sind Ausgleichs‑ und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Betroffen sind vor allem Bereiche im Landkreis Heilbronn rund um Großgartach in Baden‑Württemberg sowie Startpunkte bei Grafenrheinfeld in Bayern; Kupferzell bildet einen zentralen Abschnitt der Achse.

Die Bundesnetzagentur verweist auf die abgeschlossenen Genehmigungen und die Einordnung in die nationale Netzausbauplanung. Unabhängige Bewertungen der Effekte auf Engpasskosten, Redispatch‑Bedarf und Versorgungssicherheit werden im Rahmen des Netzentwicklungsplans und der laufenden Auswertungen der Behörde erwartet. Die Betreiber betonen den Beitrag des Projekts zur Energiewende, da zusätzliche Transportkapazitäten den wachsenden Einspeisungen aus erneuerbaren Quellen besser folgen können.

Mit der Inbetriebnahme ist ein weiterer Baustein des gesetzlich priorisierten Netzausbaus realisiert. Weitere Vorhaben auf parallel belasteten Korridoren bleiben für die kommenden Jahre geplant, um die überregionalen Stromflüsse stabiler zu bewältigen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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