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Mäc-Geiz schließt rund 60 Filialen – 123 Standorte bleiben

Der insolvente Haushaltsdiscounter Mäc-Geiz baut sein Netz deutlich um: Rund 60 Filialen sollen schließen, 123 Standorte weiterlaufen.

Mäc-Geiz schließt im Zuge seines Insolvenzverfahrens rund 60 Filialen und will 123 Standorte weiterführen. Das teilte der Haushaltsdiscounter am 6. November 2026 mit. Damit wird das bisher mehr als 180 Filialen umfassende Netz deutlich verkleinert. Übereinstimmende Berichte von Tagesschau und dpa-AFX nannten dieselben Eckzahlen.

Die Schließungen sind Teil eines Sanierungskonzepts in der laufenden Eigenverwaltung. Ziel ist es laut Unternehmen, unrentable Standorte aufzugeben, Kosten zu senken und Abläufe zu straffen, um das verbleibende Geschäft profitabler zu betreiben. Konkrete Standortlisten wurden zunächst nur auszugsweise bekannt; lokale Medien berichten bereits über einzelne betroffene Filialen. Die Umsetzung soll schrittweise erfolgen.

Mäc-Geiz hatte im Mai 2026 Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Als Gründe nannte die Unternehmensführung eine schwächere Nachfrage nach Haushaltswaren, gestiegene Beschaffungs- und Energiekosten sowie anhaltenden Wettbewerbsdruck im Non-Food-Discount. Hinzu kommt die strukturelle Schwäche vieler Innenstadtlagen, die Frequenzen und Umsätze belastet. Anfang 2026 war Mäc-Geiz unter das Dach der Kodi Beteiligungs GmbH gewechselt; auch Kodi hat inzwischen wirtschaftliche Probleme und kündigte Filialschließungen an.

Für die Beschäftigten an den betroffenen Standorten drohen Stellenverluste. Details zu Sozialplänen, Interessenausgleich oder Transferlösungen nannte das Management zunächst nicht. Gewerkschaftliche Vertreter fordern transparente Kriterien für die Auswahl der Standorte sowie klare Regelungen für die Mitarbeitenden in Verkauf, Logistik und Verwaltung. Betriebsbedingte Kündigungen und Versetzungen sind je nach Region möglich, verlässliche Zahlen lagen bis Redaktionsschluss nicht vor.

Ökonomisch steht der Schritt für die weitere Konsolidierung im deutschen Einzelhandel jenseits des Lebensmittelsegments. Größere Ketten können Einkauf und Logistik günstiger skalieren, während kleinere und mittelgroße Anbieter stärker auf Frequenzlagen und Nischen angewiesen sind. Für Vermieter und Kommunen bedeuten Schließungen kurzfristig Leerstände in Innenstädten und Centerlagen; mittelfristig könnten Nachvermietungen an andere Non-Food-Formate, Drogerien oder Dienstleister folgen. Wie rasch Flächen nachbesetzt werden, hängt von Lagequalität, Miete und Investitionsbereitschaft der Nachnutzer ab.

Das Unternehmen betont, dass die Konzentration auf tragfähige Standorte die Grundlage für eine Fortführung in verkleinerter Struktur schaffen soll. Ob das Sanierungskonzept aufgeht, wird maßgeblich von der Kostenentwicklung, der Konsumstimmung und der vertraglichen Einigung mit Gläubigern und Vermietern abhängen. Weitere Einzelheiten zu Zeitplan und betroffenen Filialen kündigte Mäc-Geiz für die kommenden Wochen an.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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