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Madonnenbild von Fidelis Bentele kehrt nach Meckenbeuren zurück

Ein lange vermisstes Gemälde des Tettnanger Kirchenmalers Fidelis Bentele ist nach einer Entdeckung in einem Stuttgarter Auktionskatalog erworben und der Gemeinde Meckenbeuren übergeben worden.

Ein seit den 1940er-Jahren als verschollen geltendes Madonnenbild des Tettnanger Kirchenmalers Fidelis Bentele (1830–1901) ist am 5. Oktober 2026 nach Meckenbeuren im Bodenseekreis zurückgekehrt. Mitglieder des Förderkreis Heimatkunde hatten das Werk in den Unterlagen eines Stuttgarter Auktionshauses identifiziert, bei der Versteigerung den Zuschlag erhalten und das Gemälde anschließend der Gemeinde übergeben. In Meckenbeuren war das Bild als „Gnadenbild Maria von der immerwährenden Hilfe“ bekannt und hing einst in der Pfarrkirche St. Maria.

Der unmittelbare Anlass war die Sichtung des Werks in einem Auktionskatalog. Der Bentele-Kenner und ehrenamtlich forschende Kunsthistoriker Gisbert Hoffmann hatte nach eigenen Angaben gezielt nach der vermissten Kopie gesucht und sie anhand von Motiv, Stil und dokumentierten Maßen zugeordnet. Vertreter des Förderkreis Heimatkunde reisten daraufhin zur Auktion nach Stuttgart und erwarben das Gemälde. Bei der Vorstellung im Meckenbeurer Gemeindehaus zeigten sich Gemeindevertreter und Vereinsmitglieder erleichtert über die Rückkehr.

Das Gemälde ist eine Kopie der weithin verbreiteten Ikone „Maria von der immerwährenden Hilfe“. Nach der Übergabe wird die Bentele-Arbeit zunächst im Pfarrhaus von Meckenbeuren untergebracht. Die Gemeinde kündigte an, die bisher in der Pfarrkirche St. Maria hängende Ersatzkopie dort zu belassen. Eine längerfristige Präsentation der nun zurückgekehrten Arbeit ist im Stadtmuseum Tettnang geplant.

Zur Vorgeschichte des Werks sind weiterhin Lücken zu verzeichnen. Nach Recherchen lokaler Heimatforscher war das Bild in den Wirren der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Pfarrkirche abhandengekommen. Ob ein Diebstahl vorlag, ist nicht belegt. Offizielle Stellen wie die Kirchengemeinde und das Auktionshaus erklärten, Angaben zu Vorbesitz und Einlieferungsweg aus Datenschutz- und Nachweisgründen nur eingeschränkt öffentlich machen zu können. Fragen zu rechtlichen Eigentumsverhältnissen wurden bislang nicht vertieft.

Der Fall lenkt Aufmerksamkeit auf die Provenienzforschung im kirchlichen und kommunalen Umfeld. Er zeigt zugleich, welche Rolle ehrenamtliche Initiativen bei der Wiederauffindung lokal bedeutsamer Werke spielen. Für Meckenbeuren gilt die Rückkehr als kultureller Gewinn: Die Gemeinde erhält ein Stück religiöser und kunsthistorischer Identität zurück, das über Jahrzehnte als verloren galt. Weitere Prüfungen zur Herkunftsgeschichte und zur konservatorischen Sicherung des Bildes sollen nach Angaben der Beteiligten folgen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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