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Mahnwache vor Eisengießerei Ueckermünde nach Schließungsankündigung

In Ueckermünde haben Beschäftigte am 3. Oktober 2026 vor der Eisengießerei gegen die angekündigte Schließung zum Jahresende protestiert. Laut NDR sind rund 290 Arbeitsplätze betroffen; der Betreiber bestätigte die Stilllegungspläne.

Kurzmeldung

Vor der Eisengießerei in Ueckermünde im Landkreis Vorpommern-Greifswald haben Beschäftigte und Unterstützer am 3. Oktober 2026 eine Mahnwache abgehalten. Anlass war die am Vortag bekannt gegebene Absicht des Betreibers, den Standort zum Jahresende 2026 zu schließen. Die Versammlung am Tag der Deutschen Einheit verlief nach ersten Angaben ruhig und wurde von Einsatzkräften begleitet; nach Auskunft der Polizeidirektion Neubrandenburg war sie angezeigt.

Die Schließungspläne betreffen nach übereinstimmenden Medienberichten eine große Zahl von Arbeitsplätzen. Der Norddeutsche Rundfunk nennt rund 290 Beschäftigte, andere regionale Berichte sprechen von etwas höheren Werten. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Bereichen sowie Angaben zu möglichen Transfer- oder Qualifizierungsangeboten liegen bislang nicht vor. Der Betreiber begründete die Entscheidung nach Darstellung der Berichte mit anhaltendem wirtschaftlichem Druck am Standort.

Die Eisengießerei fertigt Gusskomponenten, unter anderem für industrielle Abnehmer. Beobachter verweisen auf gestiegene Energie- und Materialkosten sowie eine schwächere Investitionsnachfrage, die die Branche in Mecklenburg-Vorpommern zuletzt belastet haben. Konkrete Vereinbarungen zu einem Sozialplan oder zu Abfederungsmaßnahmen wurden öffentlich noch nicht mitgeteilt. Gewerkschaftliche Vertreter und kommunale Akteure dringen auf zeitnahe Gespräche mit dem Unternehmen und auf Unterstützung durch Landes- und Bundesstellen.

Die Landesregierung hat nach heutigem Stand keine Entscheidung zu Hilfen veröffentlicht. Lokalpolitiker kündigten an, den Fall in den zuständigen Gremien zu thematisieren und mögliche Käuferinteressen zu sondieren. In der Region gilt der Betrieb als wichtiger industrieller Arbeitgeber. Ein Wegfall der Produktion würde den Arbeitsmarkt vor Ort spürbar treffen und Zuliefer- sowie Dienstleistungsbetriebe indirekt belasten.

Zu unterscheiden sind derzeit gesicherte Fakten und Annahmen: Belegt sind die Ankündigung der Schließung, die Mahnwache in Ueckermünde am 3. Oktober 2026 und der ins Auge gefasste Zeitpunkt der Stilllegung zum Jahresende. Offen bleiben die endgültige Zahl der betroffenen Stellen, konkrete Inhalte eines Sozialplans und mögliche Alternativen zur Schließung. Weitere Entscheidungen der Unternehmensleitung, des Betriebsrats und zuständiger Behörden werden in den kommenden Tagen erwartet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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