Der dritte Megamarsch auf Rügen ist am 17. Oktober 2026 nach dem Start am Morgen am Nachmittag wegen starker Sturmböen vorzeitig beendet worden. Der Veranstalter brach die Langstreckenwanderung als Vorsichtsmaßnahme ab. Das bestätigten die Organisatoren und die NDR-Redaktion.
Für den Megamarsch waren nach Angaben des Veranstalters mehr als 2.000 Teilnehmende angemeldet. Die Route führt entlang der Ostseeküste über Waldwege, Küstenabschnitte und Aussichtspunkte. Geplant waren 100 Kilometer in maximal 24 Stunden sowie eine verkürzte 50-Kilometer-Variante. Start- und Zielpunkte lagen rund um Sellin, entlang der Strecke waren Kontrollstellen und Versorgungsstationen eingerichtet. Rettungsorganisationen begleiteten die Veranstaltung medizinisch.
Der Abbruch wurde mit plötzlich einsetzenden, teils schweren Böen begründet, die die Sicherheit der Wanderinnen und Wanderer sowie des Begleitpersonals nicht mehr gewährleisteten. Konkrete Schadenslagen wurden zunächst nicht bekannt. Nach Angaben aus der örtlichen Berichterstattung leitete die Organisation Rücktransporte und Ausstiege über definierte Punkte auf der Strecke. Priorität hatte demnach die geordnete Rückführung der Teilnehmenden.
Die Entscheidung hat organisatorische und wirtschaftliche Folgen. Bereits gebundene Logistik, Personal und Material können nur eingeschränkt umgesteuert werden. Unterkünfte und Gastronomie auf Rügen hatten mit zusätzlichen Gästen gerechnet, zugleich betonen lokale Tourismusakteure den Wert solcher Formate zur Verlängerung der Saison. Verlässliche Angaben zu Kosten, Ausfällen oder möglichen Erstattungen lagen am Abend nicht vor.
Hinter dem Format steht die Hundert24 GmbH, die die Megamarsch-Reihe an mehreren Orten in Deutschland anbietet. Auf Rügen war es die dritte Auflage. Die Veranstaltung richtet sich an geübte Wanderinnen und Wanderer, die sich auf langen, markierten Strecken ohne Wettkampfcharakter bewegen. Ob für ausgefallene Abschnitte ein Ersatztermin vorgesehen ist oder wie mit Startplätzen verfahren wird, blieb zunächst offen.
Wetterdienste hatten für den Samstag teils stürmische Bedingungen an der Ostseeküste gemeldet. Der Abbruch reiht sich in ein Sicherheitsprinzip ein, das Outdoor-Großveranstaltungen in Deutschland seit einigen Jahren konsequent anwenden: Bei zunehmenden Risiken wird der Fortgang gestoppt, auch wenn damit erheblicher Aufwand verloren geht. Weitere Entscheidungen zu Nachholterminen oder Kulanzregelungen wollen die Organisatoren nach eigener Auskunft in den kommenden Tagen kommunizieren.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).