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Mehr als 700 Straftaten im Landtagswahlkampf in Sachsen‑Anhalt registriert

Das Landeskriminalamt Sachsen‑Anhalt zählte im Zusammenhang mit dem Landtagswahlkampf 747 Delikte – vor allem beschädigte oder entwendete Wahlplakate. Die Bilanz, aktuell zum 4. Oktober 2026, liegt deutlich über dem Stand von 2021.

Das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen‑Anhalt registrierte im laufenden Landtagswahlkampf 747 Straftaten, Stand 4. Oktober 2026. Damit liegt die Zahl deutlich über dem Vergleichszeitraum der Landtagswahl 2021, in dem 531 Delikte erfasst worden waren. Hauptbestandteil der aktuellen Statistik sind dem LKA zufolge beschädigte oder entwendete Wahlplakate; hierzu zählt die Behörde 570 Fälle. Das Innenministerium berichtete zudem, dass bereits vor dem Wahlsonntag mehr als 1.000 Wahlplakate als beschädigt gemeldet worden waren. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/polizei-statistik-wahlplakate-100%2Cwahl-straftaten-100.html?utm_source=openai))

Die weiteren Delikte mit Wahlbezug haben sich nach Angaben des LKA stärker erhöht: Die Statistik nennt 177 Fälle jenseits von Plakatbeschädigungen (2021: 42). Darin enthalten sind nach Behördenangaben 29 Sachbeschädigungen, 28 Beleidigungen, 23 Fälle von Körperverletzung sowie 21 Bedrohungen; ferner wurden 18 Fälle des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen gezählt. Für einige Ermittlungen lagen zum Stichtag noch nicht alle Ergebnisse vor, weshalb die Behörden mit weiteren Anzeigen rechneten. ([tagesschau.de](https://www.tagesschau.de/inland/regional/sachsenanhalt/polizei-statistik-wahlplakate-100%2Cwahl-straftaten-100.html?utm_source=openai))

Betroffen waren nach MDR‑ und LKA‑Angaben vor allem Plakate von AfD, Die Linke und CDU, wobei einzelne Taten mehreren Plakaten zugerechnet wurden. Die Landespolizei leitete in allen bekannten Fällen strafrechtliche Maßnahmen ein; in Unterlagen des Landtags wurde zudem auf eine größere Zahl attackierter Plakatflächen hingewiesen (bis einschließlich Wahltag wurden über 1.400 angegriffene Plakate dokumentiert). Die Landesbehörden betonten, dass der politische Wettstreit vor Einschüchterung und Straftaten geschützt werden müsse; Präventions‑ und Informationsangebote für Mandatsträger seien verstärkt worden. ([landtag.sachsen-anhalt.de](https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/31-sitzungsperiode?cHash=427c47a243284633eb4f18906d65cd89&transcriptSessions=lsaSessionsAjax&tx_lsasessions_transcript%5Bspeaker%5D=14779&utm_source=openai))

Die Zunahme steht nicht isoliert: Auch in anderen ostdeutschen Ländern wurden laut Landeskriminalämtern und Innenministerien nach den Landtagswahlen 2026 höhere Fallzahlen mit Wahlbezug verzeichnet. Sicherheitsbehörden führen die Entwicklung sowohl auf eine verstärkte Dokumentation und Sensibilisierung als auch auf eine tatsächliche Zunahme von Aggressionen im Wahlkampf zurück. Konkrete Ursachen einzelner Deliktsarten müssen die laufenden Ermittlungen und Auswertungen der Strafverfolgungsbehörden klären. Aussagen zu Tätermustern oder politischen Motivlagen sind für viele Fälle noch Gegenstand der Ermittlungen und wurden von den Behörden bislang nicht pauschal beurteilt. ([mdr.de](https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/polizei-statistik-wahlplakate-100%2Cwahl-straftaten-100.html?utm_source=openai))

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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