Bundeskanzler Friedrich Merz setzt heute seine Asienreise mit dem Weiterflug von Japan nach Südkorea fort. In Seoul sind politische Gespräche geplant. Es ist die dritte und letzte Station seiner mehrtägigen Reise durch die Region.
Nach der Ankunft in der Republik Korea sollen Gespräche mit der politischen Führung in Seoul stattfinden. Die Bundesregierung ordnet den Besuch in den Kontext der deutschen Strategie für den Indo-Pazifik ein. Dabei stehen in der Regel wirtschafts- und sicherheitspolitische Themen im Vordergrund. Erwartet werden insbesondere Beratungen über die Stabilität von Lieferketten, technologische Zusammenarbeit sowie die Lage in Ostasien. Dazu gehört aus deutscher Sicht regelmäßig die Bewertung der nordkoreanischen Raketen- und Nuklearpolitik. Auch die Unterstützung für die Ukraine und ihre sicherheitspolitischen Folgen für Europa und die Partner in Asien dürften zur Sprache kommen. Konkrete Vereinbarungen wurden im Vorfeld nicht angekündigt.
Deutschland und Südkorea sind enge Partner in Handel und Technologie. Beide Seiten betonen seit Längerem, Abhängigkeiten in kritischen Bereichen zu verringern und die Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Partnern auszubauen. Für Berlin gilt Seoul als wichtiger Standort für Halbleiter, Batterietechnologien und Maschinenbau, zugleich als politischer Akteur in einer sicherheitspolitisch sensiblen Nachbarschaft. Vor diesem Hintergrund wird in Seoul mit Austauschformaten zwischen Regierung und Wirtschaft gerechnet. Ob darüber hinaus öffentliche Auftritte vorgesehen sind, blieb zunächst offen.
Die Station in Seoul beschließt eine Reise, die Merz zuvor nach Singapur und Japan geführt hat. In beiden Ländern stand die Vertiefung der bilateralen Beziehungen im Mittelpunkt. Der Kanzler knüpft damit an den deutschen Ansatz an, wirtschaftliche Resilienz und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit im Indo-Pazifik gemeinsam mit Partnerstaaten zu stärken. Dabei geht es aus Sicht der Bundesregierung um Diversifizierung, marktoffene Rahmenbedingungen und die Wahrung internationaler Regeln.
Zeitlich ist der Besuch in Seoul für den heutigen Mittwoch angekündigt. Weitere Details zum Ablauf des Programms werden üblicherweise kurzfristig mitgeteilt, da bilaterale Gesprächsformate oft von aktuellen Lagen in der Region beeinflusst werden. Nach Abschluss der Termine in Südkorea ist die Rückreise nach Deutschland vorgesehen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).