Politik

Merz telefoniert mit Saudi-Arabiens Kronprinz über Deeskalation und Energie

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 13. Oktober 2026 mit Kronprinz Mohammed bin Salman gesprochen. Laut Bundesregierung ging es um Deeskalation in der Region und die Stabilisierung der Energieversorgung.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 13. Oktober 2026 mit dem Kronprinzen und Premierminister von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, telefoniert. Der Sprecher der Bundesregierung, Stefan Kornelius, teilte mit, in dem Gespräch sei der dringende Bedarf betont worden, weitere Angriffe in der Region zu verhindern und die Lage zu deeskalieren. Beide Seiten hätten zudem die Bedeutung einer stabilen Energieversorgung hervorgehoben.

Nach Angaben der Bundesregierung standen sicherheitspolitische Risiken im Nahen Osten und ihre möglichen Folgen für Märkte im Mittelpunkt. Konkrete Maßnahmen wurden in der Mitteilung nicht genannt. Die Bundesregierung verwies jedoch darauf, dass eine verlässliche Energieversorgung im deutschen und europäischen Interesse liege.

Das Bundeskanzleramt und das Auswärtige Amt führen nach Regierungsangaben parallel Gespräche mit Partnern in der Europäischen Union und der NATO, um abgestimmte politische Schritte zu prüfen. Dabei geht es laut Berlin um diplomatische Kanäle, Krisenkommunikation und Möglichkeiten zur regionalen Stabilisierung. Aussagen zu operativen Entscheidungen oder wirtschaftspolitischen Eingriffen wurden nicht veröffentlicht.

Hintergrund sind anhaltende Spannungen in der Region, die zuletzt zu erhöhter Unsicherheit auf den Energie- und Rohstoffmärkten geführt haben. Aus Regierungskreisen heißt es, bilaterale Kontakte mit zentralen Akteuren im Nahen Osten seien ein bewährtes Mittel, um Eskalationsrisiken frühzeitig zu adressieren. Ob das Gespräch zu kurzfristigen Entlastungen beiträgt, ist offen; die Bundesregierung machte keine Angaben zu Vereinbarungen oder Fristen.

Die Mitteilung unterstreicht zugleich, dass Deutschland die Bemühungen internationaler Partner unterstützt, um weitere Angriffe zu verhindern und Zivilpersonen zu schützen. Berlin verweist traditionell auf das Völkerrecht und die Notwendigkeit, regionale Kommunikationskanäle offenzuhalten. Ein unmittelbarer Einfluss auf Preisbildung und Lieferketten lässt sich aus diplomatischen Kontakten allein nicht ableiten; marktberuhigende Effekte hängen erfahrungsgemäß von der weiteren Entwicklung und belastbaren Zusagen der beteiligten Staaten ab.

Mit dem Telefonat setzt die Bundesregierung ihre Praxis fort, in Phasen akuter Spannungen mit Schlüsselländern im Nahen Osten direkt zu sprechen. Weitere Gespräche mit Partnern in der Region und in Europa sind nach Regierungsangaben vorgesehen, Details wurden jedoch nicht veröffentlicht.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk