Aktuell

Merzhausen feiert 50 Jahre Schwimmbad – Bürgerbad-Modell sichert den Betrieb

Zum 50-jährigen Bestehen des Gartenhallenbads zieht Merzhausen Bilanz: Seit 2004 hält ein bürgerschaftliches Trägermodell den Betrieb stabil und ermöglicht Schwimmunterricht, Vereinssport und Instandsetzung.

Merzhausen blickt zum 50-jährigen Bestehen seines Gartenhallenbads auf eine stabile Lösung gegen die frühere Schließungsdrohung: Seit 2004 läuft der Betrieb in einem bürgerschaftlichen Trägermodell, das die Gemeinde Merzhausen und lokale Vereine gemeinsam tragen. Nach Angaben der Kommune wurde das Bad verpachtet; seither übernimmt eine gemeinnützige Betreibergesellschaft die tägliche Organisation und koordiniert Ehrenamt, Kurse und Technik.

Kern des Modells ist die BürgerBad gGmbH. Gesellschafter sind der Förderverein Pro.Bad Merzhausen, der VfR Merzhausen und die DLRG Hexental. Die Gemeinde Merzhausen sichert wiederkehrende Zuschüsse und definiert Leistungen in einem Betriebsvertrag, während die Gesellschaft Einnahmen aus Eintritt, Kursangeboten und Vereinsnutzung erwirtschaftet. Nach übereinstimmenden Darstellungen von Gemeinde und Trägern konnte das Bad so durchgängigen Schwimmunterricht für Schulen und Vereine anbieten und notwendige Instandsetzung schrittweise finanzieren.

Die Eckpunkte sind klar: ein rechtlich belastbarer Rahmen mit der Kommune, verlässliche Vereinsstrukturen und die Verknüpfung von Ehrenamt und professionellen Abläufen. Auf dieser Basis wurde das 1976 eröffnete Gartenhallenbad nicht nur erhalten, sondern fortlaufend instand gehalten. Die DLRG Hexental unterstützt Ausbildung und Sicherheit, der VfR Merzhausen nutzt das Becken für Trainings- und Kurszeiten, der Förderverein wirbt Mittel ein und aktiviert Freiwillige.

Offen bleibt, in welchem Umfang in den kommenden Jahren höhere Investitionen für Technik und Energieeffizienz nötig werden. Hinweise auf wachsenden Sanierungsbedarf finden sich in kommunalen Mitteilungen; konkrete Summen zu künftigen Großprojekten oder laufenden Kostentreibern sind dort jedoch nicht vollständig ausgewiesen und müssten in Haushaltsunterlagen präzisiert werden. Die Träger verweisen zugleich auf die Bedeutung verlässlicher Zuschüsse und auf die Gewinnung von Ehrenamtlichen, um den Personal- und Betriebsaufwand planbar zu halten.

Für andere Kommunen, die vor ähnlichen Entscheidungen stehen, zeigt die Merzhauser Erfahrung die zentralen Stellschrauben: frühzeitige Gründung eines Fördervereins, ein transparenter Betriebsvertrag mit der Gemeinde, nachvollziehbare Finanzberichte und eine klare Rollenaufteilung zwischen Betreibergesellschaft, Vereinen und Verwaltung. Das 50-jährige Jubiläum unterstreicht, dass ein Bürgerbad-Modell tragfähig sein kann, wenn rechtlicher Rahmen, Finanzierung und Engagement dauerhaft zusammenpassen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk