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Meyer rüstet Fähre Frisia I in Papenburg auf Hybridantrieb um

Die Papenburger Werft Meyer RE hat am 22. Oktober 2026 den Auftrag erhalten, die Inselfähre Frisia I für den Linienverkehr Norddeich–Norderney auf einen diesel-elektrischen Hybridantrieb umzubauen; Reederei und Werft nennen Einsparungen von mehr als…

Kurzmeldung

Die Papenburger Werft Meyer RE hat am 22. Oktober 2026 von der AG Reederei Norden-Frisia den Auftrag erhalten, die Autofähre Frisia I auf einen diesel-elektrischen Hybridantrieb umzurüsten. Reederei und Werft bestätigten die Vertragsunterzeichnung in Norddeich. Meyer RE nennt als Zielwerte eine Verringerung des Dieselverbrauchs um mehr als 40 Prozent und eine Einsparung von bis zu 400 Tonnen CO2 pro Jahr; diese Zahlen sind als Prognosen ausgewiesen und hängen vom späteren Fahrprofil, der Batteriekapazität sowie dem Energiemanagement ab.

Kern des Umbaus ist der Austausch des bisherigen Antriebsstrangs durch ein System aus Dieselmotoren mit Generatoren, Elektromotoren und Batteriespeicher. Elektrische Unterstützung ist insbesondere beim An- und Ablegen sowie in Hafen- und Kurzstreckenabschnitten geplant, um Verbrauch und Abgasemissionen zu reduzieren. Nach den Angaben der Beteiligten soll der Werftaufenthalt im September 2027 beginnen; die Wiedereinsetzung im Liniendienst wird für das Frühjahr 2028 erwartet. Konkrete Kosten nennt die Reederei bislang nicht.

Die Frisia I ist ein Bestandsfahrzeug: Das RoPax-Schiff wurde 1970 auf der Meyer Werft in Papenburg gebaut und verkehrt seit Jahrzehnten auf der Route Norddeich–Norderney. Branchenexperten weisen darauf hin, dass Hybridumbauten die wirtschaftliche Lebensdauer alter Schiffe verlängern können, der reale Effizienzgewinn jedoch stark von Ladeinfrastruktur im Hafen, Batteriewahl und dem Betriebskonzept abhängt. Verlässliche Verbrauchs- und Emissionsdaten werden erst nach Abschluss des Umbaus und nach Messfahrten vorliegen.

Die Maßnahme ordnen Reederei und Werft in ihre Nachhaltigkeitsstrategie ein; gleichzeitig spiegelt sie einen breiteren Trend in Niedersachsen wider, vorhandene Fähren kurzfristig zu elektrifizieren oder als Hybrid zu betreiben, während Neubauten teils andere Kraftstoffe prüfen. Für die Verbindung Norddeich–Norderney, eine wichtige Versorgungs- und Pendlerverbindung, soll der Umbau vor allem planbare Einsparungen im regelmäßigen Taktbetrieb bringen. Ob die avisierten Einsparungen tatsächlich erreicht werden, wird der Betrieb nach dem Werftaufenthalt zeigen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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